Bodenordnungsverfahren : Neue Straßen werten Dörfer auf

Eines der wichtigsten und ersten Projekte im Bodenordnungsverfahren Alt Kätwin war der Ausbau der Straße vom Dorf zur B 108.
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Eines der wichtigsten und ersten Projekte im Bodenordnungsverfahren Alt Kätwin war der Ausbau der Straße vom Dorf zur B 108.

Bodenordnungsverfahren Alt Kätwin nach 15 Jahren abgeschlossen / Rund zwei Millionen Euro investiert

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20. April 2015, 23:30 Uhr

Rund zwei Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren im Bereich der ehemaligen Gemeinde Alt Kätwin investiert. Über ein Bodenordnungsverfahren (BOV), dass jetzt abgeschlossen wurde, flossen Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Für Wardows Bürgermeister Günter Schink – Alt Kätwin fusionierte 2004 mit der Nachbargemeinde Wardow – ist das BOV eine Erfolgsgeschichte.

„65 Prozent der Straßenbeleuchtung in Deutschland, so hört man, ist Schrott. Im Bereich Alt Kätwin ist die Beleuchtung in allen Dörfern erneuert“, betont Schink. Dass man aus finanziellen Gründen entschieden habe, dass die Beleuchtung nachts abgeschaltet wird, stehe auf einem anderen Blatt. Alle Gemeindestraßen wurden ausgebaut – sowohl ortsverbindend als aus in den Ortslagen, Gehwege soweit vorhanden erneuert. Die Straße zwischen Alt Kätwin und Teschow war über viele Jahre eine Katastrophe, nennt Schink ein Beispiel. Der ländliche Wegebau komme insbesondere den Landwirten zugute. Hier seien auch Wünsche offen geblieben, beispielsweise der Weg von Neu Kätwin Richtung Cammin. „Dafür fehlten die Eigenmittel der Gemeinde. Aber wir sind froh so viel geschafft zu haben“, hebt der Bürgermeister hervor. Insgesamt wurden in den vergangenen 15 Jahren – das BOV war 1999 eröffnet worden – 10,7 Kilometer Wege ausgebaut. Fünf Wege verbinden Ortschaften miteinander. Sieben Vorhaben im Straßenbau wurden innerörtlich realisiert.

Am Verfahen waren 184 Eigentümer beteiligt, informiert die Norddeutsche Bauernsiedlung GmbH, die das BOV begleitete. Wichtigste Säule des Verfahrens ist die Neuordnung der Eigentumsverhältnisse. In vier Fällen waren Gebäudeeigentum und Grundeigentum – zu DDR-Zeiten nicht selten getrennt – zusammenzuführen. Insgesamt waren in den fünf Dörfern die Grenzen 177 so genannte Hofräume zu verhandeln, anschließend aufzumessen und dann abzumarken. Bestehende Grenzkonflikte hätten so gelöst werden können.

Unterstützt wird über das Bodenordnungsverfahren auch die Sanierung von Häusern (Dach, Fassade, Fenster, Haustür) im Rahmen der privaten Dorferneuerung. In der Abrechnung schlägt dieser Bereich des BOV Alt Kätwin mit rund 195 000 Euro zu Buche. Insbesondere in den Anfangsjahren bis 2003 wurde in den private Dorferneuerung investiert.

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