REbus : Neue Runde im Tarifstreit

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Verhandlungen zwischen Rebus und Verdi gehen am 27. März weiter

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15. März 2014, 06:00 Uhr

Am 4. Februar ging im Öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis Rostock gar nichts mehr. Kein einziger Bus fuhr. Die Busfahrer der Regionalbus Rostock (Rebus) hatten unter der Leitung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zum Warnstreik gerufen (SVZ berichtete). Ihre Forderung: ein Haustarifvertrag für die Mitarbeiter. Dieses Vorgehen führte zum Erfolg: am 18. Februar fassten der Rebus-Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung den Beschluss, Tarifverhandlungen mit den unzufriedenen Busfahrern aufzunehmen. Am 4. März ging es los. Jetzt steht die nächste Runde an. Am 27. März sitzen die Kontrahenten wieder an einem Tisch.

Die Arbeitgeberseite stellt klare Bedingungen für die Verhandlungen: Abschluss eines Haustarif- und keines Branchentarifvertrages, Anpassung der Arbeits- und Einkommensbedingungen innerhalb der Rebus über einen Stufentarifvertrag (Dauer drei Jahre), Lohnerhöhungen bis zu 20 Prozent in einzelnen Tarifstufen, aber noch unter dem Niveau des Branchentarifvertrages und: die Direktvergabe der Leistungen im Öffentlichen Personennahverkehr des Landkreises Rostock an die Rebus darf nicht gefährdet werden.

Laut Rebus-Geschäftsführerin Simone Stephan habe es für diese Vorschläge bei einer Belegschaftsversammlung „ein positives Feedback“ von den Mitarbeitern gegeben. „Verdi muss jetzt auf uns zukommen. Es kommt darauf an, ob die Gewerkschaft bereit ist, einen Haustarif- und keinen Branchentarifvertrag abzuschließen“, sagt sie. Dabei hat Simone Stephan im Blick, dass die Rebus-Vorschläge unter denen des Branchentarifvertrages liegen. Die angekündigten Lohnerhöhungen bis zu 20 Prozent sollen zudem nur für einzelne Stufen gelten, vor allem für Mitarbeiter mit langer Betriebszugehörigkeit.

Bei den Verhandlungen steht für Simone Stephan im Vordergrund: „Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens muss erhalten bleiben.“ Denn ein für Rebus unwirtschaftlicher Tarifabschluss würde bedeuten, dass die Fahrpreise deutlich erhöht und der Linienverkehr über Land ausgedünnt werden müsste, so Stephan.

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