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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 13:35 Uhr

Neu geordnet : Neue Plätze und neue Straßen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bodenordnungsverfahren Kritzkow abgeschlossen / 3,1 Millionen Euro Fördergelder flossen nach Kritzkow und Weitendorf

von
erstellt am 07.Jan.2015 | 21:00 Uhr

Das Bodenordnungsverfahren (BOV) Kritzkow ist abgeschlossen. Rund 3,1 Millionen Euro Fördermittel sind in den vergangenen Jahren in die Infrastruktur und in die Dorferneuerung in Kritzkow und Weitendorf investiert worden. „Es war ein sehr erfolgreiches Verfahren. Die Eigentumsverhältnisse sind geklärt. Wir haben in den ländlichen Wegebau investiert und die Sporthalle zum Multifunktionsgebäude umgebaut“, sagt Christian Pentzlin, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft im BOV, und will auch die Gestaltung eines Festplatzes in Kritzkow nicht vergessen.

Zu den großen Brocken zählt Pentzlin weiter die Dörpstraat in Kritzkow und die Gartenstraße in Weitendorf. „Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass wir die Sanierung und den Umbau der Sporthalle durchbekommen, dass es dafür wirklich Fördermittel gibt“, erzählt der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, die alle Grundeigentümer umfasst. Drei ländliche Wege (Länge 4,6 Kilometer) wurden ausgebaut. Pentzlin nennt den ortsverbindenden Weg von Kritzkow nach Siemitz – die Siemitzer hatten ihren Teil des Weges längst befestigt –, den Pretzer Weg von der Bundesstraße bis zum Siemitzer Weg und den Weg nach Hohen Sprenz. Der, so merkt Pentzlin an, sei sehr lange diskutiert worden. „Am Ende haben wir ihn nur bis zum Wald gebaut“, berichtet er. Um ihn bis an die Straße nach Hohen Sprenz bauen zu können, hätte sich auch die Gemeinde Hohen Sprenz beteiligen müssen, da dort die Gemarkungsgrenze überschritten wird. Alle, aber insbesondere die Landwirte, würden vom ländlichen Wegebau profitieren. „Die Transportarbeiten werden dadurch einfacher“, erklärt Pentzlin, selbst Landwirt.


Zahl der Flurstücke von 678 auf 486 reduziert


Ganz wichtig sei auch die Gestaltung eines Festplatzes, der zuletzt auch noch einen Spielplatz erhielt, gewesen. Zuvor waren dort große Teile der nicht mehr benötigten Schule abgerissen worden. „Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Weitendorf konnte jetzt noch neue Sanitäranlagen und eine neue Küche erhalten“, hebt der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft hervor und fügt hinzu: „Wir müssen uns auch immer bewusst machen, dass hier Geld aus Honigtöpfen geflossen ist, wofür wir dankbar sein müssen.“ Pentzlin denkt u.a. an die Bewohner der Dorfstraße, die ohne Fördermittel horrende Anliegerbeiträge hätten zahlen müssen.

Nicht vergessen will Pentzlin auch den Teil des BOV, der die Klärung und Verbesserung der Eigentumsstruktur beinhaltet. Simone Görtemöller von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, die das BOV bearbeitete, hat zwei Zahlen parat: Die Zahl der Flurstücke konnte von 678 auf 486 reduziert werden. So erleichterte beispielsweise die Zusammenlegung von Splitterflächen die landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Im Ergebnis der Neuordnung wurden das Grundbuch und das Liegenschaftskataster berichtigt.  

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