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Verkehrskonzept in Güstrow : Neue Ideen für Weinbergstraße

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

CDU fordert Entlastung für Goldberger Viertel: Tonnage-Begrenzung erster Schritt, dann neues Konzept für Magdalenenlust.

Nachdem der Verwaltungsvorschlag zur Einrichtung eines Einbahnstraßenabschnitts in der Weinbergstraße per Bürgervotum verworfen wurde, harrt die Verkehrsbelastung in dem Güstrower Stadtquartier weiterhin einer Lösung. Regelmäßig fahren bei Stoßzeiten in der Goldberger Straße die Autos in Kolonne durch die Nebenstraße, einer vermeintlichen Abkürzung zwischen den Ortsausgängen Plauer Chaussee und Gutow folgend. Die CDU-Fraktion will die Problematik erneut aufgreifen und mit gleich zwei Anträgen auf der nächsten Sitzung der Güstrower Stadtvertretung die Diskussion wieder beleben.

Zunächst soll als Sofortmaßnahme eine Tonnagebegrenzung auf maximal 7,5 Tonnen die Weinbergstraße entlasten, und dann ein neues Verkehrskonzept für das gesamte Viertel erarbeitet werden. Mathias Puschik, Einbringer des Antrags, erläutert das Anliegen: „Das Wohngebiet rund um die Weinbergstraße ist seit Jahren einer starken Verkehrsbelastung ausgesetzt. Auch in der SVZ werden seit langem regelmäßig die Beschwerden der Anwohner thematisiert. Neben dem Pkw-Verkehr und dem notwendigen Busverkehr ist in den letzten Jahren auch ein zunehmender Lkw-Verkehr zu beobachten, der die Weinbergstraße als Abkürzungsstrecke nutzt.“ Dies habe dazu geführt, dass der Zustand von Weinbergstraße, Bürgermeister-Dahse-Straße und Gutower Straße sich immer weiter verschlechtert hätte. Ein nächtliches Tempolimit für Lkw in der Goldberger Straße und geänderte Vorfahrtsregeln in der Weinbergstraße hätten nur wenig Abhilfe gebracht. Darüber hinaus sei mit Beginn der Bautätigkeiten im Eigenheimgebiet Pfahlweg mit einer weiteren Zunahme des Lkw-Verkehrs, und damit weiter steigender Belastung für die Anwohner zu rechnen. „Eine Tonnagebegrenzung wäre sofort umsetzbar und würde kurzfristig wirksame Abhilfe schaffen“, denkt Puschik.

Mittelfristig sei es nach Ansicht der CDU-Fraktion jedoch notwendig, die gesamte Verkehrsführung im Viertel auf den Prüfstand zu stellen. Puschik: „Dauerhafte Verbesserung für die Anwohner und Schonung der Bausubstanz von Straßen und Gebäuden kann nur eine Überarbeitung des gesamten Verkehrskonzepts bringen. Im Stadtentwicklungskonzept (Isek) wurde festgestellt, dass eine Entlastung des Viertels nur durch eine neue Anbindung des Viertels Magdalenenlust an die Südstadt möglich sei.“ Diese Option solle daher als zentraler Bestandteil eines neuen Verkehrskonzeptes genauer geprüft werden.

Am kommenden Donnerstag wird ab 18 Uhr im Bürgerhaus darüber zu reden sein.


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erstellt am 12.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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