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Bankenfusion perfekt : Neue Großbank im Nordosten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Generalversammlung stimmte gestern für Fusion der VR-Banken Güstrow und Wismar / Größte Genossenschaftsbank in MV

von
erstellt am 29.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Bankenfusion perfekt: Mit überwältigender Mehrheit stimmte die Generalversammlung gestern Abend in der Güstrower Sport- und Kongresshalle für die Verschmelzung der Volks- und Raiffeisenbanken Güstrow und Wismar. Zuvor hatte bereits die Generalversammlung in Wismar zugestimmt. Damit schufen die Mitglieder die größte Genossenschaftsbank in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Bilanzsumme von nahezu einer Milliarde Euro.

Zukünftig bestehen in Güstrow und Wismar zwei gleichberechtigte Hauptgeschäftsstellen. Der juristische Hauptsitz ist dennoch Wismar, wegen der Größe der Stadt. „Der Markt wird aber von Güstrow aus gesteuert“, unterstrich Dieter Heidenreich, der mit Elgin Stündel bisher den Vorstand der VR-Bank Güstrow bildete. Beide gehören jetzt zum neuen Vorstands-Quartett, zu dem noch die Wismarer Uwe Gutzmann, der auch Vorsitzender ist, und Jan-Arne Hoffmann hinzu kommen. Aufsichtsratsvorsitzender bleibt, wie bereits bei der VR-Bank Güstrow, Michael Constien. Sein Stellvertreter ist Andreas Manthey, Fotografenmeister in Wismar, der auch ein Geschäft in Güstrow hat.

Mehr als ein Jahr liefen die Fusionsverhandlungen zwischen beiden Banken. Während dieser Gespräche war die Güstrower Bank noch mit der VR-Bank Bad Doberan fusioniert. „Die Verhandlungen mit Wismar verliefen auf hohem Niveau. Beide Banken sind sehr erfolgreich“, sagt Heidenreich. „Wir haben unsere gemeinsame Vision von dieser großen Bank verwirklicht“, freute sich gestern seine Vorstandskollegin Elgin Stündel. Die Fusion sei notwendig, um selbstständig und stabil zu bleiben. „Es eröffnen sich neue Geschäftsfelder. Nur so können wir unsere Bank langfristig sichern“, sagte sie. Der Beschluss, künftig einen gemeinsamen Weg zu gehen, sei eine Konsequenz aus den veränderten Rahmenbedingungen im Bankenmarkt sowie den Kundenansprüchen, ergänzte der neue Vorstandsvorsitzende Uwe Gutzmann.

Mit der eindeutigen Zustimmung für den Bankenzusammenschluss geht die neue Volks- und Raiffeisenbank jetzt rückwirkend zum 1. Januar 2014 an den Start. Der technische Zusammenschluss ist auf den 25. Oktober terminiert. Gutzmann unterstrich, dass die Fusion nicht unter dem Motto „Personalabbau“ erfolge. Mit den Betriebsräten beider Banken wurde Arbeitsplatzsicherheit bis Ende 2016 vereinbart. Mit der technischen Verschmelzung beider Banken ändert sich für die Güstrower Kunden nichts, allerdings erhalten die Kunden in Wismar neue Kontonummern und eine neue Bankleitzahl.


 

 

 

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