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Pfarrkirche Güstrow : Neue Glocken für St. Marien

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Pfarrkirchgemeinde Güstrow muss neues Geläut anschaffen / Spendenaufruf von Pastor Matthias Ortmann

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 04:00 Uhr

Diese gewaltige Aufgabe soll die nächsten Jahrhunderte überdauern: Die Güstrower Pfarrkirchgemeinde St. Marien will und muss drei neue Glocken anschaffen. „Drei der vier Glocken sind verschlissen, können jederzeit platzen und vom Turm fallen“, gibt Pastor Matthias Ortmann die Meinung eines Glockensachverständigen wieder, der das Geläut in der Pfarrkirche untersucht hat. Deshalb fasste der Kirchgemeinderat jetzt den Beschluss, drei Glocken komplett neu gießen zu lassen. Eine kostspielige Angelegenheit, muss die Pfarrgemeinde die Kosten von rund 125 000 Euro doch gänzlich allein tragen. Doch Pastor Ortmann setzt auch auf die Hilfe der Güstrower: „Es handelt sich um ein einmaliges Unterfangen. Nur mit Hilfe der Güstrower können wir es zu einem guten Ende bringen.“ 50 000 Euro hofft er durch Spenden für die neuen Glocken in St. Marien zusammenzubekommen.


Glockenklang muss harmonieren


Eine der vier Glocken im Turm der Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1425 und ist damit die älteste im Kirchenkreis. Diese Bronzeglocke ist auch noch voll in Ordnung. Ausgetauscht werden müssen die drei Glocken aus dem Jahre 1950. Diese Eisenglocken ersetzten die im Zweiten Weltkrieg abgenommenen und zerstörten drei Bronzeglocken. „Die neuen Glocken sollen länger halten und so klingen wie die ursprünglichen. Dies gelingt nur mit der Anschaffung von Bronzeglocken“, sagt Pastor Ortmann. Der Klang ist ihm dabei besonders wichtig. „Da muss alles zusammenpassen. Auch mit den Glocken des Doms und der Katholischen Kirche muss der Ton harmonieren. Schließlich hört man diesen Klang über der ganzen Stadt, wenn alle gemeinsam läuten. Das darf sich nicht beißen“, sagt er.

Zudem erfülle jede Glocke auch eine liturgische Aufgabe und solle dementsprechend künstlerisch gestaltet werden. „Wir haben eine Dresdner Künstlerin beauftragt, die Glockenzier zu entwerfen“, sagt Ortmann. Auch die Glockengießerei steht schon fest: in Lauchhammer im Süden Brandenburgs werden die neuen Güstrower Glocken gegossen. Jede trägt einen Namen: die große Friedensglocke wiegt drei Tonnen, die mittlere Sonntagsglocke hat ein Gewicht von eineinhalb Tonnen und die kleine Marienglocke als Gebetsglocke bringt immerhin noch 1000 Kilogramm auf die Waage.


Mithilfe der Güstrower notwendig


Noch dieses Jahr sollen die Glocken fertig werden: zum Erntedankfest am ersten Sonntag im Oktober sollen sie der Öffentlichkeit in der Pfarrkirche präsentiert werden. „Wir stellen die Glocken dann aus, dass sie von allen gesehen werden können“, sagt Ortmann. An Ostern 2016 sollen sie dann zum ersten Mal über Güstrow läuten. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das weiß auch der Kirchgemeinderat. Deshalb Ortmanns Aufruf: „Helft mit!“ Er setzt auf die Spendenbereitschaft der Güstrower. „50 000 Euro durch Spenden zusammenzubekommen ist unser Ziel – und das schaffen wir auch“, ist er überzeugt.

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