Neue Fläche für große Maschinen

<strong>Auf dem neuen Vorfeld:</strong> Maria Anna Muller spricht über neue Möglichkeiten durch die 12000 Quadratmeterfläche und ihre Zeit als Flughafen-Chefin in Rostock-Laage. <foto>Nicole Pätzold</foto>
Auf dem neuen Vorfeld: Maria Anna Muller spricht über neue Möglichkeiten durch die 12000 Quadratmeterfläche und ihre Zeit als Flughafen-Chefin in Rostock-Laage. Nicole Pätzold

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16. Juni 2012, 02:45 Uhr

Laage | Der Flughafen Rostock-Laage ist gewachsen. Eine 12 000 Quadratmeter große Betonfläche, und damit das neue Vorfeld, ist dazugekommen. Gestern wurde das millionenschwere, monatelange Bauprojekt mit Gesellschaftern, Aufsichtsräten, Mitarbeitern, Bauleitern und Freunden des Flughafens eingeweiht.

"Ich freue mich sehr darüber, so ein Vorfeld hält ja auch 30 Jahre", sagt Flughafen-Geschäftsführerin Maria Anna Muller. Die neue Fläche soll vor allem eines: Kapazitäten schaffen, Stellflächen für die großen Maschinen, die am Flughafen Halt machen. "Wir hatten einfach auch ein zu schmales Vorfeld. Der Platz war immer ein Militärplatz, die haben kleinere Maschinen. Für uns wurde es da zu eng", sagt Muller.

12 000 Quadratmeter für drei Millionen Euro

Am 24. November 2009 hat die Geschäftsführerin den Förderantrag beim Land gestellt. Am 10. November 2011 wurde eine Förderung bewilligt. Drei Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet, 90 Prozent übernahm das Land. Für den Laien sieht der Platz aus wie eine einfache Betonfläche, für den Flughafen ist er essenziell und hochkarätiger, als er aussieht. "Die Decke muss Gewichte von Flugzeugen bis 200 Tonnen aushalten", sagt Muller. Neun Monate haben die Bauarbeiten gedauert. Verschiedenste Firmen waren für Planung und Bau des Vorplatzes eingespannt. Ingenieurin Inge Wellmann koordinierte die Arbeiten und ist froh, jetzt das Drei-Millionen-Großprojekt erfolgreich abgeschlossen zu haben. "Es war nicht immer leicht, alle Gewerke unter einen Hut zu kriegen", sagte Wellmann bei der Eröffnung - jetzt ist der Platz fertig. Für die weitere Zukunft des Flughafens war der Bau des Vorfeldes ein großer Schritt. "Ich konnte von meinem Büro aus über Monate die Baustelle sehen", sagt Muller. Diese Zeit ist nun vorbei, und auch ihre Zeit als Flughafen-Chefin endet mit dem Juni. Für Maria Anna Muller war es so ihr letzter großer Auftritt, ihr letztes großes Fest auf der liebgewonnenen Arbeitsstätte. Sie wechselt zum Flughafen Kassel-Calden.

Treppe als Ersatz für Aussichtshügel geplant

"Die Förderung ist ein erster Schritt zum Landesflughafen. Wir warten darauf, dass sich das Land wirklich dazu bekennt", sagt Gesellschafter-Vertreter und Landrat des Landkreises Rostock, Thomas Leuchert (SPD).

Ein neues Projekt könnte der Bau einer Treppe, eines äußeren Zugangs zur Terrasse des Hauptgebäudes sein. "Das ist erst mal nur eine Idee", sagt Flughafen-Sprecherin Petra Proba. Aber nachdem ein Aussichtshügel dem Vorfeld weichen musste, will sich das Flughafen-Team etwas Neues für die Fans der Luftschifffahrt einfallen lassen.

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