Friedhof Krakow am See : Neue Feierhalle an neuem Standort

<p>Einen architektonischen Gestaltungsvorschlag für die neue Feierhalle gibt es bereits: Viel Glas soll prägend sein. Der Neubau der Feierhalle ist etwas abseits des Krakower Friedhofs mit einer neuen Zuwegung geplant.</p>

Einen architektonischen Gestaltungsvorschlag für die neue Feierhalle gibt es bereits: Viel Glas soll prägend sein. Der Neubau der Feierhalle ist etwas abseits des Krakower Friedhofs mit einer neuen Zuwegung geplant.

Krakow am See: Stadtvertreter votieren knapp für den Neubau der Feierhalle an anderer Stelle des Friedhofs.

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02. Juni 2016, 12:00 Uhr

Die Entscheidung in der Krakower Stadtvertretung fiel denkbar knapp aus: sechs Stimmen dafür, fünf dagegen und zwei Enthaltungen. Doch damit steht jetzt endgültig fest: Die Krakower bekommen auf dem Friedhof eine neue Feierhalle, und zwar nicht am alten Standort, sondern einen Neubau etwas abseits des Friedhofes. Dafür wird zudem ein Weg verlegt. Diese dritte von insgesamt drei Standortvarianten (SVZ berichtete) bekam schließlich nach langjähriger Diskussion im Luftkurort bei der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend die Mehrheit. Jürgen Poleratzki vom Vorstand des Seniorenbeirats der Stadt Krakow am See, der über die ganze Zeit in die Diskussion eingebunden war, signalisierte bereits kurz nach der Abstimmung: „Wir tragen diese Entscheidung mit.“

Zuvor war die Diskussion der Stadtvertreter hin und her gewogt. Abriss und Neubau am alten, gewohnten Standort mitten auf dem Friedhof oder Neubau auf einem neuen Grundstück etwas abseits mit Verlegung des Weges? Christoph Küsters (Linke): „Ich plädiere für den alten Standort.“ Während der Bauphase könnten die Bestattungsfeiern in der Alten Synagoge oder auch im Atrium der Schule stattfinden. Dafür erntete er heftigen Widerspruch. „Der Vorstand des Kulturvereins hat sich bereits gegen Bestattungszeremonien in der Alten Synagoge ausgesprochen. Die Synagoge ist für Kulturveranstaltungen gedacht. Und so etwas gehört auch nicht in eine Schule. Zudem ist die Kirche nicht bereit, weltliche Bestattungen abzuhalten“, sagte Renate Lorenz (SPD) und machte sich für die dritte Variante stark. Die hat den Vorteil, dass während der Bauarbeiten die alte Feierhalle weiter nutzbar ist.

Auch Bürgermeister Wolfgang Geistert wies auf die Vorteile eines Neubaus an neuem Standort hin. So erlaube u.a. die Grundstücksgröße einen freieren Gestaltungsspielraum bei der Gebäudeplanung. Die Fläche, auf der die alte Feierhalle steht und die der Stadt gehört, könne nach dem Abriss zudem zur Erweiterung des Friedhofs genutzt werden. „Eventuell kann man sie für eine Bestattungsform nutzen, die es hier noch nicht gibt“, so Geistert.

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