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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 18:34 Uhr

Dorffest : Neue „Einwohner“ zum Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sarmstorf begeht 675-Jahr Feier mit großem Umzug / Bereits im Voraus schmückt sich Dorf mit Puppen in Vorgärten

Zurzeit hat Sarmstorf einige „Einwohner“ mehr. Zwar sind diese überwiegend aus Stroh, ihren Beitrag im Dorf leisten die Puppen dennoch. Sie sind nämlich echte Hingucker. Sie verschönern das Dorfbild und machen den Ort noch einladender. Außerdem verweisen sie auf das große Jubiläum: 675 Jahre Sarmstorf. Gefeiert wird das am kommenden Sonnabend. Die großen Strohballenfiguren an den Ortseingängen und am Feuerwehrgelände hat Sylvia Tetzlaff vom Landwirtschaftlichen Unternehmen organisiert. Und viele Einwohner haben vor ihrem Haus weitere postiert.

„Unter dem Motto ,Sarmstorf macht sich schön’ haben wir überlegt, wie man sich als Dorf zeigen kann. Da kamen wir auf die Idee, einen Wettbewerb mit Figuren in den Vorgärten zu veranstalten“, erklärt Bürgermeisterin Marita Breitenfeld. Bereits seit Tagen kann man in vielen Vorgärten im ganzen Dorf kreativ in Szene gesetzte Puppen bestaunen. „Eigentlich wollten wir die Besten prämieren. Doch da sich alle so eine Mühe gegeben haben, bekommt einfach jeder eine kleine Belohnung“, berichtet die Bürgermeisterin erfreut und stolz.

Familie Bockentin z.B. hat sich selbst als Strohfigurengruppe gebastelt. Ines Bockentin erklärt sie: „Mein Mann ist Maurermeister, also bekam seine Figur Helm und Putzkelle. Meine Tochter mag Katzen und daher hat sie einen Plüsch-Stubentiger auf dem Arm. Die Puppe unseres Sohnes hat einen Basketball, und meine Strohdarstellerin ist wie eine Gärtnerin gekleidet. Ich bin nämlich Garten- und Landschaftsbauerin.“

Brigitte Possehl hatte mit ihren beiden Figuren bereits ein spezielles Erlebnis: „Eines Morgens hatten wir ein großes Foto im Briefkasten. Darauf waren unsere Puppen und zwischen diesen ein unbekannter Mann in Feuerwehruniform. Da hat sich jemand einen Spaß erlaubt.“ Mit einem Bier und Äpfeln aus dem eigenen Garten sitzen Brigitte Possehls „Oma & Opa“ gemütlich an der Straße.

Direkt an der B103 steht eine Waschfrau, samt Waschmaschine und Wäscheständer. Sybille Schniedewind klärt auf: „Mein Sohn Ralf und mein Enkel Philipp haben das aufgebaut. Man soll sehen, dass es die Hausfrauen heute einfacher haben als vor 675 Jahren, als noch mit dem Waschbrett gewaschen wurde. Die Waschmaschine ist eine alte kaputte. Hoffentlich wird sie nicht geklaut.“

Ein Dorf putzt sich heraus. Kommenden Sonnabend wird gegen 13 Uhr ein großer Umzug durch das Dorf ziehen – der Startschuss zum großen Fest. Von „Zu den Wiesen“ geht es über die B103, die dann für zehn Minuten gesperrt wird, zum Feuerwehrgelände. Es wird musikalisch zugehen. „Ein Jagdblasorchester und der Warnemünder Shantychor ,Luv un Lee’ kommen, die Krakower Feuerwehrkapelle wird spielen und unsere ortseigene Musikgruppe. Zusätzlich tritt eine Tanzgruppe auf und unser Kindergarten macht ein Programm“, kündigt Bürgermeisterin Marita Breitenfeld an. „Auch für die Kinder gibt es Angebote. Eine Malstraße und eine Tombola sollen für freudige Gesichter bei den Kleinen sorgen.“

 

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