Krakow am See : Neue Chefin im „Nordischen Hof“

Otilija Witt  ist neue Betreiberin des Hotels „Nordischer Hof“. Fotos: Eckhard Rosentreter
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Otilija Witt ist neue Betreiberin des Hotels „Nordischer Hof“. Fotos: eckhard Rosentreter

Otilija Witt hat das Hotel im Luftkurort übernommen. Am Markt wird es demnächst auch einen Fischfeinkost-Verkauf geben.

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24. April 2015, 11:45 Uhr

Neue Betreiber hat das Hotel „Nordischer Hof“ im Luftkurort. Otilija Witt aus Dargun hat Anfang März die Geschäfte in dem Haus übernommen. Das Hotel ist eingebunden in das familiäre Unternehmenskonzept.

Die 36-Jährige erweitert damit nämlich das Geschäftsfeld ihres Mannes, der in Dargun vor einigen Jahren den traditionsreichen Fischverarbeitungsbetrieb Gültzow übernommen hat. Olaf Witt will, verbunden mit der Gastronomie des Hotels, ein Bistro und Fischfeinkostverkauf am Markt einrichten. Die Umbauarbeiten dafür sind noch im Gange. Ob die Eröffnung zum 1. Mai, wie die Witts sich das gerne vorgestellt hätten, noch klappt, ist eher vage. Olaf Witt war gestern noch eher skeptisch: „Es hängt davon ab, ob der Tresen rechtzeitig geliefert wird.“ Neben dem Verkaufsladen, in dem Fisch Gültzow Produkte aus See- und Binnenfischen anbieten möchte, beliefert er auch die Gastronomie des Hauses – natürlich auch mit viel Fisch. „Und alles aus eigener Herstellung“, versichert er.

Ihre Pläne beschreiben die Witts noch etwas vorsichtig. Eine Angestellte für das Hotel mit seinen zwölf Zimmern, jeweils eine für die Küche und eine für den Verkauf – das wird erst mal in der Saison alles sein, was bei Olaf und Otilija Witt arbeitet. Wie nämlich das Winterhalbjahr in ihrem neuen Wirkungskreis läuft, müssten sie erst mal sehen, möglicherweise auch mit verringertem Personal. Deutlich wird: Euphorische Illusionen haben die Darguner nicht. Otilija Witt: „Wir sind uns bewusst, dass es in Krakow nicht einfach wird. Aber wir wagen uns.“


Glockengeläut der Kirche derzeit kein Thema
 

Auch nach dem Besitzerwechsel läutet indes die Glocke der nahen Kirchturmuhr weiter. Doch auch der Streit geht weiter, an dem Otilija Witt jedoch keinen Anteil hat. Ihre Vorgängerin hatte das Abstellen der Glocke in der Nacht gefordert, weil Gäste sich gestört fühlten (SVZ berichtete). Der Landkreis als Immissionsschutzbehörde verfügte deshalb eine Minderung des Geräuschpegels, dagegen geht die Stadt, die Eigentümerin der Kirchturmuhr nebst Glocke ist, juristisch vor. Die Klage ist seit über einem Jahr beim Verwaltungsgericht in Schwerin anhängig. Eine Entscheidung steht jedoch vorläufig nicht an, heißt es dort.

Für Otilija Witt stellt sich das Thema aktuell nicht. Zwar hätten Gäste sie auf die Glocke schon angesprochen, doch als Beschwerde habe sie das nicht verstanden. „Wenn man in der Großstadt übernachtet, muss man viel mehr Lärm ertragen“, meint sie.

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