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Güstrower Anzeiger

18. Oktober 2017 | 02:30 Uhr

Ahrenshagen : Neue Brücke über die Nebel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach 14 Monaten Bauzeit Kreisstraße zwischen Ahrenshagen und Koppelow wieder frei – Pflasterstraße erhalten und doch wie neu.

von
erstellt am 18.Apr.2017 | 21:00 Uhr

Drei goldfarbene Scheren hielt Burkhard Krause, Leiter des Straßenbauamtes des Landkreises, am Dienstag an der neuen Straßenbrücke über die Nebel bereit. Hoppenrades Bürgermeisterin Birgit Kaspar schnappte sich eine ebenso wie ihr Kuchelmisser Amtskollege, Peter Hildebrandt. Dazu gesellte sich Landrat Sebastian Constien, der als quasi Hausherr den symbolischen Akt natürlich selbst mit vollziehen wollte: Gemeinsam gab das Trio mit Bauarbeitern und Behördenvertretern die komplett erneuerte Brücke über das Flüsschen offiziell frei. Einheimische freilich hatten schon bemerkt, dass die Brücke nebst Straße zwischen Ahrenshagen und Koppelow Ausbau – der Nahtstelle zwischen den beiden Gemeinden – fertig ist.

Anfang vergangenen Jahres mit dem Abriss der baufälligen alten Betonplattenbrücke begonnen, hat der Landkreis in das Stück 600 Meter Kreisstraße 25 rund 734    000 Euro gesteckt, eine hälftige Landesförderung bereits eingerechnet. Neben der Brückenerneuerung war auch eine grundhafte Instandsetzung der Straße dringend erforderlich, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. „Das stand schon länger auf unserer Prioritätenliste“, sagte Landrat Constien bei der Freigabe am Dienstag. Auf der stark abschüssigen alten Kopfsteinpflasterstraße war die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Radfahrer, schon lange infrage gestellt, ebenso die Tragfähigkeit der Brücke.

Um denkmalpflegerischen Aspekten zu genügen, sei eine gemischte Bauweise für die Straße gewählt worden. Straßenbauamtsleiter Krause erläuterte: Das alte Pflaster wurde aufgenommen und neu verlegt. Mittels zusätzlicher Seitenstreifen mit glatter Betonsteinpflaster-Oberfläche sei die Fahrbahn von 4 auf 6 Meter verbreitert worden, zugleich könnten Radfahrer jetzt diesen Abschnitt bedeutend komfortabler nutzen. Dabei sei darauf geachtet worden, dass alte Bäume am Straßenrand erhalten bleiben konnten.

Wie die Straße sei auch die 13 Meter lange Querung des Nebel-Durchbruchstals jetzt zweispurig befahrbar. Zusätzlich habe auf der Bohrpfahlgründung ein schmaler Notweg Platz gefunden. Auch diese Verbreiterung sei im Kompromiss mit der Naturschutzbehörde möglich geworden. Auf der Ahrenshagener Seite hat die Kreisstraße bis zur Landesstraße 11 während der Brückenbauzeit eine neue Asphaltdecke bekommen.

Die Fertigstellung des Straßenabschnittes hatte sich stark verzögert. November 2016 lautete die Zielstellung, die wegen lang anhaltender Perioden starken Regens im vergangenen Sommer und Herbst nicht gehalten werden konnte. Auch die zweite Terminstellung, Ende Februar, scheiterte wegen der langen feuchten Winterwitterung. Nun aber seien Straße und Brücke nicht zuletzt auch für die Kreisstraßenmeisterei besser zu unterhalten, teilt der Landkreis mit.

Für insgesamt 38 Brücken um Zuge der Kreisstraßen ist der Landkreis Rostock zuständig, informiert die Behörde. „Alle Brücken werden regelmäßig geprüft und instandgehalten.“ Zwei dieser Brücken stünden zum Neubau an: die Brücke über die Bahngleise bei Liessow sowie die Brücke über Gleise der Deutschen Bahn bei Stülow in der Nähe von Bad Doberan.

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