Fragen an die Stadt : Neu-Strenzer erfuhren: Polstermöbel-Abriss läuft

Auf dem Ex-Polstermöbelgelände werden Gebäude abgerissen.
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Auf dem Ex-Polstermöbelgelände werden Gebäude abgerissen.

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09. Juli 2014, 22:00 Uhr

Was passiert auf dem maroden Ex-Polstermöbelgelände, wollten Mittwochabend die Neu-Strenzer auf der Einwohnerversammlung, zu der die Stadtverwaltung geladen hatte, wissen. Bürgermeister Arne Schuldt informierte, dass ein Rostocker Unternehmen das Gelände gekauft hat. Dazu wurde das Grundbuch bereinigt, will heißen: Alle Gäubiger– auch die Stadt mit einem sechsstelligen Bereich – verzichteten auf ihr „Vermögen“, sonst hätte die Firma nicht gekauft. „Wir hätten ja sowieso nichts bekommen, auch wenn es nicht verkauft worden wäre“, erklärte er den Beschluss der Stadtvertretung. Was entstehen soll, ist nicht bekannt. Gegenwärtig laufen Abrissarbeiten. Es gibt auch keinen Bebauungsplan mehr. Der wurde von den Stadtvertretern aufgehoben, wie auch andere B-Pläne entlang der Bahnlinie. Sollte etwas neu entstehen, müsste neues Baurecht geschaffen werden, erklärte Schuldt den Einwohnern des Ortsteils, die die Verwaltung alle zwei Jahre einlädt.

Unbestimmt ist weiter die Zukunft des maroden Geländes des Ex-ACZ (Agrochemisches Zentrum). Einziger Lichtblick: Grundstück und Gebäude seien zusammengeführt, so Schuldt, vorher sei das mit unterschiedlichen Besitzern getrennt gewesen. Auch beim ACZ habe die Stadt bereits Miese gemacht, erklärte er. Als die Speicherstraße Anfang der 1990er-Jahre gebaut worden sei, um damit Betriebe zu locken, sich hier anzusiedeln, habe sie die Anschlussbeiträge nicht erhalten.

Wird beim Bau des Fischaufstiegs und der Brücke an der Lüssower Schleuse die superlöchrige Straße zwischen Strenz und Neu Strenz als Umleitung hergerichtet und wird so die Ruhe der Neu Strenzer beinträchtigt, wollten Einwohner wissen. Detlef Wenzek von der Verwaltung ist davon nichts bekannt. Die Umleitung sei über Parumer Weg, Feldstraße, Eisenbahnstraße und Schwaaner Straße als große Runde besprochen.

Prüfen wird die Verwaltung, ob wieder eine Schrottsammlung im Ortsteil Station machen kann. Weiter wird der schlechte Zustand der Straße zwischen dem neu gebauten Bahnübergang und der neuen Speicherstraße angemahnt. „Der wird immer schlechter“, wurde festgestellt.

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