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Neubauten in Güstrower Altstadt : Neu: markante Gleviner Ecke

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Erster Bauabschnitt fast fertig, Komplettierung in gut einem Jahr geplant.

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Nachdem Gerüste und Hüllen gefallen sind, erstrahlt die Gleviner Ecke in völlig neuem Glanz. Der erste Bauabschnitt am Winkel zwischen Langer und Gleviner Straße sieht seiner Fertigstellung entgegen. Nichts erinnert mehr an den kleinen, verfallenden Wohnkasten, der bis in die 1990er-Jahren die Klammer zwischen den beiden Straßenzügen darstellte, nichts an den Bretterzaun, der seit der Straßensanierung den südlichen Eingangsbereich zur Güstrower Altstadt verunzierte.

Drei Wohnungen und Raum für ein Gewerbe finden im Eckhaus Gleviner Straße 16 Platz, vier Wohnungen in der neuen Langen Straße 26. „Die Wohnungen sind bis auf zwei alle schon vermietet“, freut sich WGG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt über den Zuspruch für den Neubau in der Altstadt. Im Erdgeschoss an der Ecke wird ein in Güstrow bereits ansässiger Frisör einziehen, verrät er. Die Wohnungsgesellschaft Güstrow ist der Bauherr und investiert allein in die ersten beiden fast fertigen Häuser 1,4 Millionen Euro. Die Lücke zwischen ihnen werde übrigens nicht bebaut, sondern, ähnlich wie es vor dem Abriss der Vorbauten war, mit einer Klinkermauer geschlossen, die nur einen Durchgang zum kleinen Hofbereich erlaubt.

Schmidt: „Der Bau war für uns eine Herausforderung. Der Untergrund erforderte eine Bohrpfahlgründung. Die Gestaltung dieses südlichen Zugangs zur Altstadt erforderte einen Spagat zwischen Alt und Neu. Ich denke, der ist uns gut gelungen und eine schmerzliche Lücke ansprechend geschlossen.“ Auch künftig wolle sich die WGG in der Altstadt engagieren. Schmidt: „Zehn neue Wohnungen jedes Jahr ist unsere Vorstellung, ohne dabei unseren anderen Wohnungsbestand zu vernachlässigen.“


Verlegung für Straße Kehrwieder


Die zweite Lücke, die Gleviner Straße 13 und 14, soll folgen. Mit weiteren 1,8 Millionen Euro – alles weitestgehend aus Eigenkapital aufgebracht, wie Prokuristin Angela Matz betont – werden hier weitere zehn Wohnungen gebaut. Ausgefüllt wird der Platz, auf dem einst eine Reinigung und das „Stadt Krakow“ standen, künftig von einem einzigen Haus. Eine kleinteilige Gestaltung der Fassade zur Gleviner hin soll dem Charakter der Altstadt Rechnung tragen. Auch hier werde der Baugrund wieder besonderen Aufwand erfordern. Jürgen Schmidt weiß von einem im Mittelalter durchlaufenden Wasserarm, der irgendwann zugeschüttet wurde. Entschieden werden müsse noch, welche Nummer das künftige Haus bekommen soll. Zu Ende Mai rechnet Schmidt mit ergänzenden Untersuchungen der Bodendenkmalpfleger. Da Sensationen nicht erwartet werden, könne danach bald mit dem Tiefbau begonnen werden, hofft er.

Im Zuge der Neubauten möchte die WGG übrigens die gesamte Ecke neu ordnen. Die kleine Straße Kehrwieder, zwar öffentlich, aber mit ihrer engen Zufahrt von der Langen Straße sehr unscheinbar, sollte etwas zur Gleviner Straße hin verlegt werden. Dann würde der private Nachbar ein zusammenhängendes Grundstück bekommen, der ganze Bereich zwischen Gleviner Straße, Langer Straße und (von jetzt auf neu) Kehrwieder geordnet werden und die Ausfahrt sicherer sein, denkt der WGG-Chef. Man sei im Gespräch. Läuft alles wie erhofft, könnte bis Mitte des nächsten Jahres dann der gesamte neue Komplex „Gleviner Ecke“ vollendet sein.

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