Güstrower Altstadt : Naturidylle einen Steinwurf von Markt

Sarah und Tony Albrecht haben immer ein Auge auf die Schwäne. Erblicken sie die Schwanenfamilie irgendwo, wird sofort durchgezählt, ob auch noch alle sieben Jungtiere da sind. Es soll lange nicht vorgekommen sein, dass alle Jungtiere übers Jahr gekommen sind. Immer gab es Verluste – dieses Jahr nicht. Fotos: Regina Mai
1 von 5
Sarah und Tony Albrecht haben immer ein Auge auf die Schwäne. Erblicken sie die Schwanenfamilie irgendwo, wird sofort durchgezählt, ob auch noch alle sieben Jungtiere da sind. Es soll lange nicht vorgekommen sein, dass alle Jungtiere übers Jahr gekommen sind. Immer gab es Verluste – dieses Jahr nicht. Fotos: Regina Mai

Schlossgarten, Ellerbruch, Rosengarten, Wallanlagen, Pfaffenbruch und Schlosswiese ziehen sich um die Güstrower Altstadt herum und laden zum Spaziergang ein

von
06. November 2014, 11:45 Uhr

Ein grüner Ring umschließt die Güstrower Altstadt bis heute. Mit Start am Schlossgarten folgen an der Gleviner Mauer der Ellerbruch und die Neue Promenade, im Norden der Rosengarten, westlich die Wallanlagen und anschließend der Pfaffenbruch und die Schlosswiese, auch Pulverkoppel genannt, mit dem Pfaffenteich. Während Pfaffenbruch und Schlosswiese sehr naturnah, ökologisch wertvoll und sensibel – auch einen Eisvogel kann hier, wer Glück hat, einmal zu Gesicht bekommen – sind, handelt es sich bei Wallanlagen, Rosengarten und Schlossgarten um intensiv genutztes öffentliches Grün.

Der Schlossgarten entstand in der Zeit der Renaissance gleichzeitig mit dem Schlossbau als Lustgarten und wurde über die Jahrhunderte stets dem Geschmack der Epoche angepasst, verlor aber im 18. Jahrhundert seine Bedeutung, verfiel und wurde erst in den 1970er-Jahren nach historischen Vorbildern neu angelegt und jetzt rekonstruiert.

Ortsbezeichnungen wir Wallanlagen, An der Schanze und Pulverkoppel weisen auf Verteidigungsanlagen rund um die Stadt hin. Güstrow erlebte die Schweden im 30-jährigen Krieg (1631), Besetzungen während des Güstrower Erbfolgestreites (1695), während des Nordischen Krieges (1712) und durch Napoleons Truppen (1806).

Auch Wasser prägt den Grüngürtel. Es nimmt seinen Weg vom Inselsee über den Mühlbach und Schlossgraben in den Pfaffenteich, trifft hier auf Wasser aus dem Sumpfsee und den Domwiesen und fließt durch den Stadtgraben weiter bis in die Nebel.

In einer guten halben Stunde lässt sich die Altstadt umrunden. Gern darf man sich aber viel mehr Zeit dafür lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen