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Karneval mit Bildergalerie : Narren ziehen durch Krakow am See

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zum traditionellen Karnevalsumzug hatte der KKC am Sonnabend in den Luftkurort eingeladen – neues Prinzenpaar inklusive.

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erstellt am 26.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Um 13.30 Uhr setzte sich der närrische Tross des Krakower Karnevalsvereins am Sonnabend an der alten Feuerwehr in Bewegung. Eine Tradition, die es in dem Luftkurort schon seit der Vereinsgründung 1956 gibt, weiß Karnevalspräsident Jens Deitemeyer. Anfangs kamen das Prinzenpaar und der Zeremonienmeister noch vom Güstrower Theater. „Erst etwas später wurden Krakower für diese Ämter gewonnen“, erzählt Jens Deitemeyer. Seither gehört auch der Umzug zur Karnevalstradition in Krakow am See dazu.

Zahlreiche Schaulustige säumten auch am Sonnabend wieder den Weg des närrischen Volkes. „Viele Masken aus den Vorjahren gesellen sich dann immer dazu – das ist schon Tradition“, berichtet der Karnevalspräsident. Viele Krakower standen auch an den Fenstern, um zu winken, zu fotografieren und hier und da auch Konfetti zu streuen. Musikalisch unterstützt wurde der Klub in diesem Jahr durch das Teterower Schalmeien-Orchester.

„Ein bisschen schade ist, dass uns ein ortsansässiger Gastronom hat hängen lassen. Es ist Tradition, dass wir auf dem Markt Glühwein ausschenken und Straßenkarneval feiern“, erzählt Jens Deitemeyer. Spontan sei schließlich die Freiwillige Feuerwehr eingesprungen. Dafür gab es auf dem Markt schließlich ein anerkennendes und dreifaches „Krakow Helau“ von den Besuchern.

Hier mischten sich auch Bürgermeister Wolfgang Geistert und seine 2. Stellvertreterin Renate Lorenz unter die Narren. In ihrer Büttenrede ließen die Stadtoberhäupter das Jahr 2016 Revue passieren. Dabei war das Elektro-Solar-Boot „Lena Manuela“ ebenso Thema, wie die klamme Stadtkasse und das Aus für die Markttage Ende Mai. Ihre wichtigste Aufgabe war indes die Übergabe des Ratshausschlüssels an das neue Prinzenpaar des KKC. Abgelöst wurden Prinzessin Sandra I. und Prinz Steffen I. von Isabelle I. und Marco I. „Das waren in diesem Jahr auch unsere einzigen Bewerber auf den Posten des Prinzenpaares“, resümiert Jens Deitemeyer. Wohl überlegt war die Entscheidung des neuen Paares aber dennoch. „Das erste Mal hat er mich schon gefragt, da war ich erst 16“, erzählt die heute 19-jährige Isabelle Schubert, die sich für ein rotes Prinzessinnenkleid mit Reifrock entschieden hat.

Mit einem norddeutschen „Moin“ begrüßte das Prinzenpaar sein narrisches Volk am Sonnabend auf dem Markt, bevor die erste Büttenrede anstand. Die beiden Krakower nahmen hier kein Blatt vor den Mund und sprachen neben der Integration der Flüchtlinge auch über US-Präsident Donald Trump. „Trump regiert – das Drama nimmt seinen Lauf, das hält uns in Krakow aber nicht auf“, pointierte Prinzession Isabelle. Im Anschluss an die Bütt wurde der Tanz auf dem Markt eröffnet. Bevor es für das närrische Volk in eine lange Nacht – die Nacht des traditionellen Maskenballs – überging. „Besonders die Vorbereitung, das Basteln der Masken, machte mir schon als Kind Spaß“, erklärt Jens Deitemeyer hierzu.

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