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Güstrower Anzeiger

20. Oktober 2017 | 01:57 Uhr

Karneval : Narren herrschen im Luftkurort

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakow am See für ein Wochenende im Ausnahmezustand: Kinderfasching, Umzug, Maskenball und Seniorenveranstaltung

Traditionell eröffnete der Kinderfasching am Sonnabend das närrische Treiben in Krakow am See. In der Sporthalle war es so laut, dass man sein eigenes Wort kaum verstehen konnte. Es folgten der Umzug am Nachmittag und der Maskenball am Abend.

„Die Kinder wollen und dürfen sich an diesem Vormittag einmal so richtig austoben“, erklärt Anja Schmotz vom Krakower Karnvalverein. Auf ein großartiges Programm verzichte man deshalb. Ihren ersten Auftritt aber hatten Prinzessin Amy und Prinz Roger. Für zwei Jahre tragen sie diese Würde.„Es ist eine willkommene Abwechslung für Kinder und Eltern“, betont Evelyn Uterhardt, die mit Tochter Emily zum Fasching gekommen war, und lobt die Organisatoren.

Beim nachmittäglichen Umzug strahlten Narren und Sonne um die Wette. Silvia Baron, die schon viele Jahre im Verein aktiv ist, wartete mit Bekannten am Markt, um den Narren zuzujubeln. Zahlreiche Krakower taten es ihr gleich. Schließlich sorgt der Verein nicht nur in der Faschingszeit für kulturelles Leben in der Stadt. „Sie sind das ganze Jahr über aktiv und ich finde es einfach toll, was sie auf die Beine stellen“, lobte Renate Lorenz, die als 2. stellvertretende Bürgermeisterin den Rathausschlüssel an die Narren übergab.


Einfallsreichtum kennt keine Grenzen


Die Besonderheit des Karnevals in Krakow am See aber stellt der neue Präsident heraus. „Wir feiern den einzigen Maskenball in MV“, betont Jens Deitemeyer. Diesen gab es am Abend in der Sporthalle der Schule. Die Krakower und ihre Gäste hatten weder Mühen noch Aufwand gescheut, um sich in ganz besonderer Weise zu präsentieren: als Roboter, Lego-Figur bis oder eine der Gestalten aus „Herr der Ringe“. Es fiel der Jury wie immer nicht leicht, die Sieger zu bestimmten. Einzelsieger wurde Christian Staenicke als „Omas Komode“. Der Gruppenpreis ging an die Hobbits (Ina Möller, Michael Müller, Anja Wasilewski, Hartmut Kreibich, Heinz Krause, Ute Sträuber, Andrea und Rainer Virkus).

Während Jens Deitemeyer als Präsident und Zeremonienmeister in Aktion war, leisteten Prinzessin Sandra I. und Prinz Steffen I. ihren ersten öffentlichen Auftritt am Sonnabend. „Das war schon aufregend“, sagte Sandra Schumacher. Am Sonntag verliehen sich auch der Veranstaltung für die ältere Generation herrschaftlichen Glanz. „Die älteren können richtig gut feiern und fröhlich sein“, sagte Günter Bätker, der schon viele Jahre im Verein aktiv mitarbeitet.

Nach dem Aschermittwoch beginnen die ersten schon wieder, sich etwas Neues für den nächsten Maskenball auszudenken. Auch die Vereinsmitglieder dürfen sich schon auf die nächste Session freuen. Ein runder Geburtstag steht ins Haus. 1956 wurde nachweislich ein Maskenball im Luftkurort gefeiert. Man wird also 60.

 

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