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10. Güstrower Zirkusfest : Namen als Zirkusstadt treu geblieben

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Güstrow bleibt seinem Namen als Zirkusstadt treu. Die "Güstrower Circusfreunde" und der Landeszirkus "Humberto" haben von heute bis Sonntag, 1. Mai, das zehnte Güstrower Zirkusfest vorbereitet.

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erstellt am 28.Apr.2011 | 11:44 Uhr

Güstrow bleibt seinem Namen als Zirkusstadt treu. Die "Güstrower Circusfreunde" und der Landeszirkus "Humberto" haben von heute bis Sonntag, 1. Mai, das zehnte Güstrower Zirkusfest vorbereitet. Damit wird eine Tradition fortgesetzt, die 1993 begann.

Damals wurde festgelegt, das Zirkusfest alle zwei Jahre zu veranstalten. Hintergrund: Der kulturelle Kalender war damals in Güstrow noch bedeutend kleiner und konnte solch ein Zirkusfest gut vertragen. Es wurde aber auch eingerichtet, um die fast 300-jährige Geschichte der international bekannten Güstrower Artistenfamilie Malmström zu würdigen. Viele der Zirkusfeste waren spektakulär, auch durch Aktionen wie "Güstrow - Stadt der 1000 Clowns" oder das Aufwiegen des damaligen Bürgermeisters Hans-Erich Höpner mit Bonbons für die Kinder.

Vor allem ging es aber darum, der Zirkuskunst eine Plattform zu bieten. Dafür wurde in allen Jahren der Landeszirkus "Humberto" gewonnen. Das Direktionsehepaar Carmen und Joschi Ortmann freut sich, dass in diesem Jahr die zehnte Auflage stattfindet. Carmen Ortmann, die mit dem Güstrower Mario Kohlhagen moderiert, darf auch einige besondere Nummern, die extra in Güstrow gezeigt werden, ankündigen. Darunter sind Jenda und Nina aus Prag mit einer Tempo-Jonglage. Nina ist übrigens eine Urenkelin des Zirkusmannes Renz, Gründer des deutschen Zirkusses. Ein Höhepunkt werden ebenfalls die "Oharas" mit ihren Exoten. Auch sie sind Nachfolger bekannter Artisten, Enkel der Samels aus Berlin. Aus dem "Hause Ortmann" kommen Gino und Roberto, die auf dem Weg zu Spitzenartisten sind. Und auch Robertos Sohn, der vierjährige Carlos, wird sich in der Manege sehen lassen. Das Zirkusfest klingt traditionell mit einem Familienfest am 1. Mai aus.

Ende gut, alles gut, denn noch vor Wochen war das Zirkusfest in Gefahr. Weil die Sektion MV der Gesellschaft der Zirkusfreunde Deutschlands mit Sitz in Güstrow keinen arbeitsfähigen Vorstand mehr hat und ihre Auflösung ankündigte (wir berichteten), war von dem Fest nicht mehr die Rede. Das wollten aber die "Güstrower Circusfreunde", ein eigener Verein mit dem Malmström-Museum und auch in der Sektion tätig, nicht. Vor allem Ralf-Jürgen Girbig, Mario Kohlhagen und Stadtpräsident Günter Wolf, der der Schirmherr ist, nahmen das Heft des Handelns in die Hand.

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