Förderverein Güstrow : Nähstube dringend nötig

Marion Buchholz (l.) und Erika Thoms arbeiten gegenwärtig in der Nähstube des Fördervereins.
Marion Buchholz (l.) und Erika Thoms arbeiten gegenwärtig in der Nähstube des Fördervereins.

Trotz Abwicklung weitere Maßnahme bei Förderverein Region Güstrow

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28. August 2015, 06:00 Uhr

Der Förderverein Region Güstrow befindet sich in Liquidation (SVZ berichtete), aber dennoch hat das Jobcenter Güstrow noch eine Maßnahme genehmigt. Seit Mitte August und bis Ende November ist Erika Thoms in der Nähstube des Vereins tätig. Die 53-Jährige, die bis zu deren Abwicklung in den Kleiderwerken Güstrow als Näherin gearbeitet hat, ändert, kürzt, umsäumt oder repariert Kleidungsstücke für sozial bedürftige Menschen. Von Montag bis Freitag ist sie zwischen 7.30 und 11.30 Uhr in der Nähstube des Vereins, Speicherstraße 2a, zu erreichen.

„Auch in der Zeit, da sich der Verein in der Abwicklung befindet, haben wir die Möglichkeiten, Maßnahmen beim Jobcenter zu beantragen. Das haben wir getan und unser Antrag wurde positiv beschieden“, erklärt Liquidator Burkhard Bauer.


Hoffnung auf neuen Träger


Unterstützung erhält Erika Thoms von ihrer ehemaligen Kollegin Marion Buchholz, die zurzeit ehrenamtlich in der Nähstube arbeitet. „Bei mir hat oft Ehrenamt mit Maßnahme gewechselt. Kürzlich war ich über den Bundesfreiwilligendienst 18 Monate in der Nähstube beschäftigt“, erzählt sie. Sorgen macht sie sich, wie es mit der Einrichtung weitergeht, wenn es den Verein nicht mehr gibt. „Die Nähstube wird gebraucht, das sehen wir jeden Tag“, bestätigt sie und hofft, dass sich ein neuer Träger findet.

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