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Krakow am See : Nächster Schritt zum Ferienhausgebiet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung verabschiedet Städtebaulichen Vertrag. Vorhaben liegt im Rathaus zur Einsichtnahme für Öffentlichkeit aus.

von
erstellt am 31.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Der Altdorfer See, besser das geplante Neubaugebiet für Ferienhäuser an seiner Nordseite, lässt die Krakower nicht los. Nach langem Hin und Her um die Frage Wochenend- oder Ferienhäuser, ob das Gebiet nun Außenbereich ist oder nicht, um erforderliche Umweltverträglichkeitsgutachten oder nicht hat die Krakower Stadtvertretung jetzt den nächsten Schritt getan. Bei nur einer Stimmenthaltung hat das Gremium den Städtebaulichen Vertrag mit dem Investor gebilligt.

Dieser Vertrag sichert der Stadt, dass der Vorhabenträger die festgelegten Ziele des Bebauungsplanes auch einhält und die Bauarbeiten sowie deren Vorbereitung auf eigene Kosten realisiert. Das schließt mögliche erforderliche Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz mit ein. „Das sichert die Interessen der Stadt“, erklärte Christoph Küsters (Die Linke), der ansonsten erklärter Gegner der erfolgten Umwandlung von Wochenend- zu Ferienhäusern ist. Frank Eilrich (SPD) bekräftigte dagegen, dass Ferienhäuser deshalb besser wären, weil „damit Einnahmen für die Stadt“ verbunden wären.

Unterdessen regt sich Widerstand gegen das Vorhaben auch außerhalb der Stadtvertretung. So erkundigte sich Bernd Gerlich auf der Einwohnerfragestunde: „Was können Bürger jetzt noch machen, um das Projekt zu kippen?“ Die Belastung für die Natur sei durch Ferienhäuser „sehr viel höher“, glaubt der kritische Galerist. Frank Eilrich wiederum wollte diese Sorge mit Verweis auf Prüfung durch die Umweltbehörde beseitigt sehen. Gerlich ließ jedoch nicht locker, und Bauamtsleiterin Steffi Lucht erklärte: Gerade aktuell liege der von der Stadtvertretung am 30. Mai verabschiedete Entwurf für die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 35, so die förmliche Bezeichnung, öffentlich im Rathaus zur Einsichtnahme aus. Hier könnten von jedermann Einwände gegen das Vorhaben dargelegt werden. Bis zum 22. September sei das zu den Öffnungszeiten der Amtsverwaltung möglich. Anschließend würden alle Einwände, Bedenken und Anregungen erfasst und abgewogen. Zur Einsichtnahme liegen neben der Planzeichnung auch der Umweltbericht und weitere Untersuchungsergebnisse und Erläuterungen aus.

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