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Investor äußert sich zu Projekt : Nächste Mastanlage in Hägerfelde!?

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Eine Einwohnerversammlung zum geplanten Bau einer Schweinemast- und Jungsauenaufzuchtanlage in Hägerfelde Ausbau findet morgen um 19 Uhr statt. Der Investor, die Landgut Karcheez GbR, informiert über das Projekt.

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2012 | 11:00 Uhr

Eine Einwohnerversammlung zum geplanten Bau einer Schweinemast- und Jungsauenaufzuchtanlage in Hägerfelde Ausbau findet morgen um 19 Uhr im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Karcheez statt. Der Investor, die Landgut Karcheez GbR, informiert über das Projekt. Eine Diskussion schließt sich an. Bisher wurde das Projekt einmal im Juli 2011 auf einer Gemeindevertretersitzung vom Investor vorgestellt. Zu der morgigen Runde laden die Gemeinde Gülzow-Prüzen und das Amt Güstrow-Land ein. Hintergrund ist das Genehmigungsverfahren laut Bundesimmissionsschutzgesetz, das beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Rostock läuft. Die Gemeinde ist beteiligt. Bis zum 6. März kann eine Stellungnahme abgegeben werden.


Die Anlage soll zwischen Karcheez und Hägerfelde, wo schon die Getreidesilos und die Getreidehalle stehen, gebaut werden. Die GbR hat vor, eine Anlage mit 6144 Plätzen zu errichten. Drei Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Planungen sind abgeschlossen. Geht alles planmäßig, rechnet der Investor damit, dass der Bau in zwei Jahren losgehen kann (wir berichteten). Die Einwohnerversammlung findet aber auch statt, weil sich Protest regt. Vor allem Einwohner, die in der Nähe der Anlage wohnen, bekräftigt Bürgermeister Karl-Heinz Kissmann. Pikant: Kissmann wäre auch einer der unmittelbar Betroffenen. Nach seinen Angaben wird die Anlage Luftlinie 350 Meter von den ersten Häusern in Hägerfelde und 750 Meter von der ersten Wohnbebaunung in Karcheez entfernt sein. Die Fragen ähneln denen anderer Projekte an anderen Orten: „Wir waren eher da. Die friedliche Idylle wird gestört. Warum gerade dort? Warum so groß?“ Angst haben die Einwohner auch vor dem Geruch und den Transporten. Eine Alternative wurde auch schon vorgeschlagen: die alten Schweinemastställe in Mühlengeez bzw. die Anlage in Prüzen weiter ausbauen.


Der Investor hat sich davon bisher nicht beirren lassen. Er hofft weiter auf Verständnis, schließlich würde etwas Neues entstehen, hatte Philipp Rathjen damals gegenüber SVZ geäußert. Für den ausgewählten Standort, so erklärte er auf der Sitzung, würde vor allem sprechen, dass der Betrieb dort einen geschlossenen Produktionsring mit dem Neubau und der Getreidehalle im Hintergrund, in der man selbst Mischfutter herstellen werde, schaffen würde. Ob es auch in Hägerfelde eine Bürgerinitiative geben wird, steht noch nicht fest. In allen anderen, ähnlichen Standorten in der Region Güstrow/ Bützow, wird schon kräftig öffentlich protestiert: in Suckwitz, Wardow und Wattmannshagen.

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