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Freiwillige Feuerwehr laage : Nachwuchswerbung erklärtes Ziel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Freiwilligen Feuerwehr Laage zieht Bilanz: 77 Kameraden – davon 41 aktiv, 1206 Stunden Lehrgänge, 43 Einsätze und ein Jahrestag.

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erstellt am 27.Feb.2017 | 05:05 Uhr

„Kameradschaft, Unterstützung und Gemeinschaft – das steht für jede Wehr an oberster Stelle – ohne diese drei Faktoren können wir nicht wachsen, uns nicht entwickeln“, machte Eckhard Block, Amtswehrführer im Amt Laage, auf der Jahreshauptversammlung der Laager Wehr am Sonnabend deutlich und erntete dafür viel Beifall. Kameradschaft stand auch bei dem Grußwort von Petra Müller, stellvertretende Bürgermeisterin in Laage, im Fokus: „Kameradschaft ist wichtig für ein gutes Miteinander“, konstatierte sie.

Die Unterhaltung einer Feuerwehr sei eine kommunale Pflichtaufgabe, die in Laage durch Ehrenamtler getragen werde. „Dieses Ehrenamt lebt durch Menschen, die bereit sind ihre Freizeit zu opfern, um anderen Menschen zu helfen“, macht Petra Müller weiter deutlich. Einer von ihnen ist Ehrenmitglied Friedhelm Lohde. Der Löschmeister ist seit nunmehr 50 Jahren Mitglied der Feuerwehrfamilie in Laage. Für sein Engagement erhielt er – für ihn überraschend – am Sonnabend das Ehrenzeichen am Bande des Landesfeuerwehrverbandes überreicht. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich hübsch gemacht“, sagte er im Hinblick auf das Fehlen seiner Uniform mit einem Lächeln auf den Lippen.

Durch den Abend führten Ortswehrführer Mirko Nickel und sein Stellvertreter Maik Herklotz. In ihrem gemeinsamen Jahresbericht ließen sie das Jahr 2016 Revue passieren. Neben dem 125-jährigen Bestehen der Wehr und dem damit verbundenen Tag der offenen Tür im Juli, standen auch die verschiedenen Lehrgänge (insgesamt 1206 Stunden) und Einsätze der Kameraden im Fokus. „Insgesamt absolvierten wir 43 Einsätze im vergangenen Jahr“, fasst Mirko Nickel zusammen. Wirklich brisante Einsätze seien nicht darunter gewesen – dennoch seien bei einigen Verkehrsunfällen leider auch Menschenleben zu beklagen gewesen. Besonders der Einsatz bei einem Wohnhausbrand in der Breesener Straße sei in Erinnerung geblieben. „Da er schnell entdeckt wurde und wir schnell vor Ort waren, konnte Schlimmeres verhindert werden – das hat uns viel Lob eingebracht“, macht der Wehrführer deutlich.

Trotz aller positiven Eindrücke, blieb auch Raum für Negatives. „Trotz der auf den ersten Blick hohen Anzahl an Kameraden (41 aktiv), leiden wir an Personalmangel“, sagt Mirko Nickel. Gerade unter der Woche seien viele Kameraden nicht in Laage, so sei es oftmals schwer das richtige Personalverhältnis auf den Einsatzfahrzeugen herzustellen. Nachwuchswerbung sei demnach ein ausgesprochenes Ziel für 2017. „Wir haben viele junge Kameraden in der Jugendabteilung, aber nur wenige wechseln später rüber in die Einsatzabteilung“, findet Mirko Nickel klare Worte.

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