Laage : Nachwuchs-Gewinnung im Blick

Für Nachwuchs-Kräfte ist schon gesorgt: „Hier arbeitet Papa“, sagt Montagefachkraft und Linienverantwortlicher Heiko Manz und zeigt Sohn Max Richard Leonhard und Anja Leonhard die Montagehalle. Fotos: Christian Menzel
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Für Nachwuchs-Kräfte ist schon gesorgt: „Hier arbeitet Papa“, sagt Montagefachkraft und Linienverantwortlicher Heiko Manz und zeigt Sohn Max Richard Leonhard und Anja Leonhard die Montagehalle. Fotos: Christian Menzel

Die ZF TRW Airbag Systems GmbH Laage feierte 20. Geburtstag und öffnete ihre Werkstore am Sonnabend für neugierige Besucher.

svz.de von
20. Juni 2016, 05:00 Uhr

Mit einem Fest und einem Tag der offenen Tür feierte die ZF TRW Airbag Systems GmbH Laage am Sonnabend ihr 20-jähriges Bestehen. Das Angebot der Betriebsbesichtigung bei laufender Produktion wurde von zahlreichen Besuchern angenommen. Schon bald bildete sich vor dem Werkstor eine lange Schlange, die alle Viertelstunde durch eine neue Führung verkürzt wurde. Unter fachkundiger Leitung ging es von Mühle und Presse im Treibstoffbereich über die Produktionshalle für Seitengeneratoren bis hin zur Qualitätskontrolle. Die Firma entwickelt und stellt Gasgeneratoren für Airbags her, die weltweit in der Automobilindustrie Anwendung finden. „Im Durchschnitt verlässt aller 3,5 Sekunden ein Gasgenerator das Band. Wir produzieren täglich etwa 150 000 Generatoren“, verdeutlicht Personalchef Ingo Haarnack die Größe des Betriebes. Natürlich ist das Unternehmen in den 20 Jahren gewachsen – räumlich wie auch personell. „Angefangen haben wir 1996 mit knapp 100 Mitarbeitern. Jetzt sind wir bei über 660. Der Schwerpunkt liegt mit über 500 Kollegen im Bereich der Montage“, erzählt der Personalleiter.

Eine Zäsur ließ vor fast genau einem Jahr die Fachwelt aufhorchen. Das Laager Airbag-Werk, bis dahin zum US-Konzern TRW Automotive gehörend, wurde von der deutschen ZF Friedrichshafen AG übernommen. Experten sprachen damals von der größten Übernahme durch ein deutsches Unternehmen seit dem Beginn der Finanzkrise 2007. „Im operativen Geschäft hat diese Übernahme für uns keine Auswirkungen. Der Zusammenschluss von zwei so starken Automobilzulieferern mit einem sehr schlüssigen Gesamtportfolio an Produkten hat sich als richtig herausgestellt“, bilanziert Stephan Gappa. Der Werkleiter geht davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten in Laage stabil bleiben und eventuell noch wachsen wird. Grund für diesen Optimismus sieht Personalchef Haarnack in einem steigenden Ausstattungsgrad der Fahrzeuge. „In vielen Fahrzeugen gehören Airbags für einzelne Schutzbereiche bereits zum Standard. Und die Anforderungen an die Sicherheit steigen, die Entwicklung geht weiter“, versichert er. Gegenwärtig werden in Laage 35 Millionen Generatoren pro Jahr produziert. Für 2018/19 rechnen die Verantwortlichen mit 40 Millionen.

Für eine solche Entwicklung braucht es Fachkräfte. In Laage macht man sich darum rechtzeitig Gedanken. Zum Tag der offenen Tür wurden „Kids-Führungen“ angeboten, in denen das Interesse der jüngsten Besucher auf den Betrieb gelenkt wurde. „Schon vor dem Start 1996 war uns klar, dass wir für unseren Bedarf ausbilden müssen“, sagt Haarnack. Zu den Ausbildungsberufen im gewerblich-technischen Bereich kam vor drei Jahren der Industriekaufmann dazu. 2017 soll die Ausbildung von Maschinen- und Anlagenführern aufgenommen werden. Wie erfolgreich jungen Nachwuchskräfte schon sind, führten die Azubis den Besuchern am Sonnabend vor. Sie hatten eine Miniatur-Fertigungslinie gebaut und damit bei 11. Ausbildungswettbewerb 2015 einen Preis gewonnen.



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