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Natur- und Umweltpark Güstrow : Nachwuchs bei Wölfen in Aussicht

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Mit rund 150 000 Besuchern hatte der Natur- und Umweltpark in Güstrow zwar keinen Rekordwert und ist dennoch zufrieden. Neue Projekte sind in Aussicht.

svz.de von
erstellt am 26.Dez.2012 | 06:16 Uhr

güstrow | Ob Aqua-Tunnel, Raubtier, oder das erst 2010 eröffnete Agenda-Zentrum "Wiesenwelten" - der Natur- und Umweltpark Güstrow hat sich nicht zuletzt dank seiner zahlreichen Attraktionen weit über die Region Güstrow hinaus längst einen Namen gemacht. So zählte der Park auch 2012 wieder mehr als 150 000 Besucher - eine Zahl, die Nup-Geschäftsführer Klaus Tuscher durchaus positiv bewertet. "An das Rekordjahr 2010 mit 160 000 Gästen kommen wir damit zwar nicht heran, doch in Anbetracht der Bedingungen, bin ich absolut zufrieden", betont Tuscher und spielt damit vor allem auf die zahlreichen verregneten Wochenenden an, die die Nup-Mitarbeiter aber auch Besucher auf die Probe stellten. Bestätigung findet die positive Bewertung des Geschäftsführers außerdem durch die rund 650 geführten Besuchergruppen mit insgesamt 15 000 Teilnehmern.

Doch auch im Tier- und Pflanzenreich ist im laufenden Kalenderjahr viel passiert, der Park um einige Errungenschaften reicher. Die Erneuerung der Brücke über dem Wildschweingehege, das kürzlich eingeweihte Wolfs-Camp für Schulklassen, die Entstehung eines Wasserspielplatzes in den Nup-Wiesen oder auch Gehegeverschönerungen bei Störchen, Auerochsen oder Waschbären sind dabei nur einige Beispiele. Absoluter Blickfang sind auch fünf große Holzskulpturen des Handwerkers Torsten Jacob, die es vor allem Kindern und Seebehinderten ermöglichen, etwa Wolf, Seeadler oder Wildkatze mit den Händen zu ertasten.

Für Klaus Tuscher sind die zahlreichen Neuerungen jedoch kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Vielmehr hat der Nup-Geschäftsführer auch für 2013 zahlreiche Pläne in der Hinterhand. "Ganz oben auf unserer Liste steht die neue Adlervoliere. Unser Seeadlerpärchen ist schon jetzt in Hochzeitsstimmung, sodass wir uns dadurch natürlich auch Nachwuchs erhoffen", ist Tuscher optimistisch. Nachwuchs könnte es langfristig auch wieder im Güstrower Wolfsrudel geben. "Dort hat Wölfin Nena zuletzt vermehrtes Interesse für den Rüden Balto gezeigt", plaudert Klaus Tuscher aus dem Nähkästchen. Mit der ebenfalls für 2013 geplanten Erweiterung der Raubtier-WG scheint das der ideale Zeitpunkt für das das derzeit aus sechs Tieren bestehende Wolfsrudel zu sein, um einige Mitglieder reicher werden zu lassen.

Eine Erweiterung steht zudem im Eingangsbereich des Parks ins Haus, wo mit den "Flusswelten" ein weiterer Anziehungspunkt geplant ist. In unmittelbarer Nähe des Umweltbildungszentrums entsteht ein liegender, begehbarer Wels, in dessen Bauch Besucher in verschiedenen Aquarien heimische Fischarten wie Grundel oder Elritze fast hautnah beobachten können. "Zusammen mit einer gläsernen Fischtreppe soll damit das Themengebiet Wasserwelten endgültig abgeschlossen werden", so Tuscher.

Ein großes Ziel des Nup-Geschäftsführers ist es darüber hinaus, das bisher wenig genutzte Erweiterungsgelände im hinteren Teil des Parks deutlich attraktiver zu gestalten. Entstehen sollen hier unter anderem die "Waldwelten", die an 14 Stationen zu einem Tastpfad für alle Sinne einladen. "Ansprechen wollen wir vor allem die zahlreichen Radfahrer, die bisher am Park vorbei gefahren sind. Auch deshalb sind dort bereits alle Vorkehrungen für einen zweiten Eingang getroffen", gibt Tuscher einen Ausblick. "Der Radwanderweg Berlin - Kopenhagen führt genau durch unser Areal, da liegt es nahe, dies zum Beispiel durch die Errichtung einiger Raststationen für uns zu nutzen", sagt der Geschäftsführer.

Weitere Höhepunkte im Güstrower Natur- und Umweltpark 2013 werden neben den baulichen Erweiterungen das Sommerfest als größte Veranstaltung des Jahres sowie die Verleihung des Umweltpreises der Kinder- und Jugendliteratur sein.

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