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Helmut Hübner : Nachruf für „Taxi-Schieri“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

von
erstellt am 30.Dez.2014 | 13:47 Uhr

Noch hängt seine letzte bunte Karte, die er aus Brasilien schickte, in der Redaktion. Wie erst gestern abgeschickt. Doch am 24. Dezember hat Helmut Hübner seine Augen für immer geschlossen. Viel zu früh und unverhofft. Mit seiner verwitweten Ehefrau trauern drei Kinder und vier Enkel und sehr viele Freunde von „Sepp“, wie er liebevoll gerufen wurde.

Ein Güstrower Unikum war der „Taxi-Schieri“. Zeit seines Lebens spielte der Fußball für den Ingenieurökonom und leidenschaftlichen Taxifahrer, geboren 1945 in Frydland im Sudetenland, eine bedeutende Rolle. Zuerst als Aktiver mit 940 Spielen, darunter in der DDR-Liga für Einheit, später als Schiedsrichter. Auf 1840 Einsätze brachte er es als Unparteiischer, hat der Güstrower SC zusammengezählt. Darunter jenes, das ihn deutschlandweit bekannt machte: am 2. Dezember 1995 als Ersatz-Linienrichter in der 1. Bundesliga, als sein FC Hansa den 1. FC Kaiserslautern mit 3:0 besiegte. Neben Hansa und den Bayern gehörte sein Herz der Nationalmannschaft, deren Fanclub er von Anfang an angehörte. Für die sammelte er alle seine Schieri-Vergütungen – und sah so u.a. sieben Weltmeisterschaften live. Am 7. Dezember, in der 2. Kreisklasse in Lalendorf, war „Sepps“ letzter Einsatz.

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