Krakow am See : Nacharbeit für „Alten Sportplatz“

So stellt sich der Planer das künftige Wohngebiet vor. Links oben verläuft schräg die Landesstraße.   Zeichnung: Bauprojektierung Dipl.-Ing Wolfgang Geistert
So stellt sich der Planer das künftige Wohngebiet vor. Links oben verläuft schräg die Landesstraße. Zeichnung: Bauprojektierung Dipl.-Ing Wolfgang Geistert

Noch Diskussionsbedarf: Beschluss für Bebauungsplan des neuen Wohngebietes geht zurück in Bauausschuss.

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26. April 2017, 21:00 Uhr

Nachbessern wollen die Krakower Stadtvertreter ihren Bebauungsplan für das geplante Wohngebiet „Alter Sportplatz“. Zunächst solle noch einmal überprüft werden, ob die Zufahrten für die Feuerwehr im Brandfall überall gewährleistet ist. Neben der Position des Lärmschutzwalls und möglicher gegenseitiger Beschattung neuer Häuser bereitet vor allem die Beschaffenheit des Untergrundes einigen Stadtvertretern Kopfschmerzen.

Die Zahl der genommenen Bodenproben hält Nils Ruhnau nicht für ausreichend. Ruhnau erinnert an schlechte Erfahrungen, die man im Beerboomschen Weg gemacht habe. Während der Bauarbeiten hatten sich dort auf vereinzelten Grundstücken gesondert zu beseitigende Stoffe im Erdreich angefunden. So etwas fiele auf die Grundstückseigentümer und bei erfolgreicher Schadensersatzforderung letztlich auch auf die Stadt zurück. Laut einem Gutachten für den ehemaligen Sportplatz ist die Schlackeschicht der einstigen Rundbahn zwar kein Sondermüll, so aber doch nur bedingt wiederverwendbar. So könne dieses Material für den inneren Kern des aufzubauenden Lärmschutzwalles zur Landesstraße hin genutzt werden. Dies auch zu tun, sei für Wolfgang Geistert, der als Planer auftritt, durchaus sinnvoll und wäre Bestandteil der Leistungsbeschreibung für die Erschließungsarbeiten. Geistert verwies dennoch darauf, dass laut dem Gutachten keine negativen Überraschungen zu erwarten wären. „Ein Restrisiko verbleibt beim Bauherren grundsätzlich “, sagte Geistert. Und meint, dass auch jeder Tragwerkplaner sicherlich für die konkret zu bebauenden Flächen noch eine Sondierung vornehmen werde. Von Seiten der Stadt aus jetzt jede Parzelle noch einmal zu sondieren, würde aus seiner Sicht den finanziellen Rahmen sprengen.

Aber noch zwei weitere Aufgaben hat zunächst der Bauausschuss zugewiesen bekommen. So solle noch einmal die mögliche Beschattung bei den im Entwurf maximal erlaubten Dachoberkanten beurteilt werden. Auch hier verweist Ruhnau auf unliebsame Erfahrungen aus dem unweiten Beerboomschen Weg. Gegebenenfalls sollte es hier noch eine weitere Begrenzung geben.

Und schließlich möchte Nils Ruhnau noch einmal genau wissen, ob die Positionierung des Lärmschutzwalls „oben“ auf der Böschung wirklich die bessere Lösung sein wird. Oder nicht doch besser direkt an die Straße gelegt werden sollte. Damit wiederum verbindet Ruhnau die Hoffnung, in der zur Straße hin gelegenen Häuserreihe dann vielleicht doch mehrgeschossig bauen zu können. Dies wiederum, das hatte der Planer bereits anklingen lassen, würde einen zu hohen Aufwand erfordern.

Auf dem Gelände am Ortsausgang Richtung Plau will die Stadt etwa 30 Bauplätze mit Grundstücken zwischen 650 und 1000 Quadratmetern einrichten.

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