Nach Verfolgungsfahrt Tatverdächtige in Sternberg gestellt

Zwei Männer nach versuchtem Fahrzeugdiebstahl in Bülow verfolgt – Polizisten vom Sternberger Polizeirevier stoppen Flucht am See

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30. Januar 2016, 06:00 Uhr

Über Notruf verständigt ein Bülower die Polizei, dass
unbekannte Täter versucht hätten, seinen Transporter aufzubrechen und zu stehlen. Er und ein weiterer Zeuge hätten das bemerkt, die mutmaßlichen Autodiebe sich aber mit einem anderen Fahrzeug aus dem Staub gemacht. Es ist etwa Viertel vor eins in der Nacht zu Freitag. Die Polizei leitet sofort Fahndungsmaßnahmen ein, in die Beamte des Polizeireviers Sternberg einbezogen werden, denn die Flüchtenden suchen zunächst auf der B 104 das Weite.

Der Streifenwagen postiert sich an der großen Kreuzung bei Prüzen, berichtet Polizeihauptkommissar Martin Hogh. Tatsächlich rauscht wenig später das offensichtliche Fluchtauto heran, ein roter Ford Mondeo mit polnischem Kennzeichen. Die
Polizisten geben das Zeichen zum Anhalten, doch der Fahrer ignoriert es. Die Beamten fordern Verstärkung an und nehmen die Verfolgung auf.

Die Hatz führt nach Sternberg hinein. Hier treffen die Flüchtenden, die sich nicht auskennen, die erste Fehlentscheidung, denn sie biegen in die Rudolf-Breitscheid-Straße ein – eine Sackgasse. Doch selbst dadurch lassen sie sich nicht aufhalten. Querfeldein erreicht das Fluchtfahrzeug einen Spazierweg am See entlang. Die schmale Brücke über den Wittingsbach stellt auch kein Hindernis dar. Doch der Streifenwagen bleibt dicht dahinter, passt überall gerade so durch. Nach ihrem Tatorteinsatz in Bülow sind auch Güstrower Kollegen an der Verfolgung beteiligt. Aufgeben wollen die Flüchtenden aber noch nicht.


In verpollertem Fußweg in die Falle gegangen


Die Beamten sagen über Funk immer wieder durch, wo sie gerade sind. Jetzt entscheiden sich die Ortsunkundigen in der Dunkelheit zum zweiten Mal falsch, fahren direkt auf das eingezäunte Gelände des Angelsportvereins Sternberger See zu – und sitzen in der Falle, weil zwei Poller den weiteren Weg versperren. Der Fahrer will zurücksetzen und rammt dabei den Streifenwagen hinter ihm – und die Beamten können die beiden Insassen dingfest machen.

Nach der Festnahme der beiden Tatverdächtigen entdeckten die Beamten mögliches Diebesgut und Tatwerkzeug. Zudem stand der Fahrer des Fluchtwagens unter Drogeneinfluss, wie ein Schnelltest ergab. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um Bürger aus Polen, erklärt Pressesprecherin Isabel Wenzel vom Polizeipräsidium Rostock. Sie seien inzwischen mit Hilfe einer Übersetzerin vernommen sowie in Haft genommen worden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Zunächst hätten sich die Tatverdächtigen schon mal wegen des Verdachts des versuchten Diebstahls und der Gefährdung des Straßenverkehrs zu verantworten – mindestens.

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