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Betreutes Wohnen : Nach elf Jahren Wechsel angesagt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Edith Jochens beendet Arbeit als Hausdame im Betreuten Wohnen des Deutschen Roten Kreuzes in der Neuen Straße in Güstrow / Nachfolgerin Angela Lange

Nach elf Jahren war vergangene Woche für Edith Jochens (63) der letzte Arbeitstag. Als Hausdame war sie im Betreuten Wohnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Neuen Straße in Güstrow Ansprechpartnerin für die Senioren, die dort zu Hause sind. Ihre Nachfolgerin wurde am Donnerstag bei der kleinen Weihnachtsfeier des Hauses offiziell eingeführt. Angela Lange (52) aus Güstrow freut sich schon auf diese neue Aufgabe.

Täglich für vier Stunden war Edith Jochens für die Bewohner Ansprechpartnerin. Sie organisierte Ausflüge, gemeinsame Feste und hatte für Sorgen ein offenes Ohr. „Es war eine schöne Zeit. Mir hat die Arbeit viel Freude gemacht“, sagt die 63-Jährige. Dennoch war es ihr wichtig, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen. Sie möchte mehr Zeit mit ihrem Mann verbringen, der schon seit einigen Jahren als Ruheständler zu Hause ist.

Geboren in Rostock, wuchs Edith Jochens in Klein Sein auf. Erst 1972 kam sie nach Güstrow. Als gelernte Agro-Technikerin arbeitete Edith Jochens über Jahre in der Zuckerfabrik und war später in der Sozialstation des DRK tätig. Dort wurde sie von Karin Jarchow, zuständig für „Betreutes Wohnen“ beim DRK-Kreisverband, entdeckt und für die Aufgabe als Hausdame gewonnen. „Eine Hausdame ist Motor, Animateur und Schlichter in einem“, weiß sie. Doch das hat Edith Jochens gern getan und einiges investiert. „Es wurden immer zunächst die Probleme gelöst, erst dann bin ich nach Hause gegangen“, sagt sie. Viel Zeit müsse man für diese Aufgabe aufbringen, um sich um Sorgen und Belange der Bewohner zu kümmern.

In den Jahren sind die Männer und Frauen Edith Jochens „ans Herz gewachsen“. Geburtstage wurden oftmals gemeinsam gefeiert – erst kürzlich wurde Paul Richter 95 Jahre alt. Sicher auch darum fällt ihr es dann doch nicht so leicht, ihre Arbeit zu beenden. Doch bereits seit August hat sie Angela Lange eingearbeitet. Sie taten die Arbeit in dieser Zeit gemeinsam, um den Übergang gut zu meistern.

Angela Lange ist gelernte Verkäuferin und hat zwischenzeitlich in der Reinigung gearbeitet. Aus gesundheitlichen Gründen habe sie sich nach etwas Neuem umschauen müssen. „Ich habe in die Betreuung von älteren Menschen im Vierten Viertel in der Hollstraße rein geschnuppert und das hat mir gut gefallen“, erzählt sie. Inzwischen absolvierte sie einen Lehrgang und ist guten Mutes. „Die Leute sind sehr dankbar“, freut sie sich auf ihre neue Aufgabe.

 

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