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Indianershow Linstow : Nach der letzten Show nach Venedig

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Angestellte des Van-der-Valk-Resorts Linstow und Gastdarsteller aus der Region spielen „Unter Verdacht“ am Tukano-See.

Jeden Dienstagabend zieht es in der Ferienzeit ganze Familien, oft ausgerüstet mit Kissen, Decken, Klappstühlen und sogar Picknickkörben, an den Tukano-See. Der liegt im Van-der-Valk Resort Linstow und ist Teil des auf einer Freilichtbühne errichteten Westerndorfes. Seit elf Jahren präsentieren hier Mitarbeiter des Ferienparks sowie Gastdarsteller aus der Region eine Indianershow.

Das aktuelle Stück heißt „Unter Verdacht“ und stammt – wie alle anderen zuvor auch – aus der Feder von Volker Wünsche, Pressesprecher des Resorts. Wünsche führt auch Regie und bedachte sich bis vor zwei Jahren regelmäßig mit einer Rolle. „Das war dann aber doch zu viel Stress. Vor allem bei den Proben musste ich immer wieder zwischen Regieplatz und Bühne wechseln. Jetzt übernehme ich hin und wieder als Springer Rollen von Darstellern, die im Urlaub sind“, sagt er.

Mit dem Schreiben der aktionsreichen und mit heiteren Dialogen durchsetzten Geschichten beginnt Wünsche meist schon im Januar, während der Rest der Crew ab Mai in den Probenbetrieb einsteigt. „In diesem Jahr haben wir mit Alexandra Krüger von der Amazonenshow Gnevsdorf und Karina Vandersee von der Comanchen-Show Neu Poserin zwei starke Frauen im Team. Was lag da näher, als eine Geschichte um diese beiden Darstellerinnen zu weben“, erzählt der Autor. Die beiden sind als stolze Häuptlingsfrauen Feuersonne und Mondlicht erbitterte Feinde, bis sie beim Happy End des Stückes erkennen, dass sie Blutsschwestern sind.

Volker Wünsche ist nicht die einzige Konstante in der Show. Viele Darsteller, wie Technikchef Benito Krüger, sind schon seit Anfang an dabei. „Das erleichtert die Probenarbeit, so dass wir in der Vorbereitung sogar den Ausfall von zwei Probenabenden verkraften konnten“, weiß Volker Wünsche. Ärgerlicher war da schon, dass eine Vorstellung wegen starken Regens abgesagt werden musste. Auch bei manchen anderen Aufführungen in diesem Sommer musste das Publikum auf Regenschirme und -capes zurückgreifen.

„Aber die Stimmung im Team ist super“, versichert Philipp Kraatz. Der 27-Jährige arbeitet als Heimleiter in der Jugendwohngruppe in Lalendorf und ist im zweiten Jahr als Gastdarsteller dabei. „Ich wurde sehr herzlich im Team aufgenommen und habe dieses Mal schon eine Hauptrolle bekommen“, erzählt Philipp Kraatz. Zusätzlicher Anreiz: Im Stück verliebt sich der junge Mann in die Indianerin Helle Sonne, gespielt von Johanna Otto. Die beiden sind auch im realen Leben ein Paar und haben wegen der Spielzeit sogar ihren Urlaub verschoben. „Aber danach geht’s für eine Woche nach Venedig“, freut sich Kraatz. Bis es soweit ist, muss der junge Held noch drei Vorstellungen, in denen er unter anderem mit Pistolen beschossen und mit Tomahawks beworfen wird, überstehen.





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