Güstrow : Nach Chlorgas-Unfall: Oase weiter geschlossen

Großeinsatz von Rettungskräften Sonnabend in der Güstrower Oase: 13 Badegäste kamen mit Atemwegsreizungen ins Krankenhaus. Jens Griesbach
Großeinsatz von Rettungskräften Sonnabend in der Güstrower Oase: 13 Badegäste kamen mit Atemwegsreizungen ins Krankenhaus. Jens Griesbach

Nach dem Chlorgas-Unfall mit 13 Verletzten in der Güstrower Oase am Sonnabend bleibt das Erlebnisbad auch weiterhin geschlossen. Es wird unter Hochdruck an der Ursachenforschung gearbeitet.

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29. Mai 2012, 10:58 Uhr

Güstrow | Nach dem Chlorgas-Unfall mit 13 Verletzten in der Güstrower Oase am Sonnabend (SVZ berichtete) bleibt das Erlebnisbad auch weiterhin geschlossen. Darüber informierte gestern Edgar Föniger, Geschäftsführer der Stadtwerke Güstrow und der Oase. "Erst wenn die vollständige Sicherheit aller Gäste in der Oase gewährleistet werden kann, wird das Freizeitbad wieder geöffnet", so Föniger gestern gegenüber unserer Zeitung.

Die Kriminalpolizei Rostock hat den Fall "Oase Güstrow" an die Kriminalpolizei in Güstrow übertragen. Diese führt nun Ermittlungen in aller Breite durch und es wird unter Hochdruck an der Ursachenforschung gearbeitet. Bisheriger Kenntnisstand ist, dass eine Dosiereinrichtung der Chloranlage dem Wasser Chlor weit über dem Grenzwert beigemischt haben soll. "Alle technischen Zusammenhänge werden geprüft", sagt Föniger. "Wir wollen die genaue Ursache so schnell wie möglich finden."

Der Unfall und die andauernde Schließung der Oase führen dazu, dass das geplante Kindertagswochenende vom 1. bis 3. Juni abgesagt werden muss. "Denn auch wenn die Oase zum Wochenende wieder geöffnet werden kann, ist aufgrund der derzeitigen Schließung die Vorbereitungszeit dafür zu kurz", sagt Föniger. Sobald das Erlebnisbad wieder geöffnet werden könne, werde die Öffentlichkeit davon in Kenntnis gesetzt.

Der Chlorgas-Unfall hatte Sonnabend einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in Güstrow ausgelöst. 54 Badegäste sowie Mitarbeiter der Oase mussten aus dem Bad evakuiert werden. Zehn Kinder und drei Erwachsene kamen mit Atemwegszreizungen ins KMG-Klinikum. Sie konnten jedoch am Sonntag wieder entlassen werden. Oase-Chef Föniger hatte die Verletzten im Krankenhaus besucht, sich persönlich für den Vorfall entschuldigt und ihnen ein kleines Geschenk überreicht.

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