MV-Tag : MV-Tage im Juni 2016 in Güstrow

2003 fand der MV-Tag in Greifswald statt.
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2003 fand der MV-Tag in Greifswald statt.

Hauptausschuss beschließt einstimmig / Staatskanzlei wandte sich an Barlachstadt / Gute Voraussetzungen als Kreisstadt und zentraler Ort

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15. März 2014, 06:00 Uhr

Die Mecklenburg-Vorpommern-Tage finden 2016 in Güstrow statt. Das beschloss am Donnerstagabend der Hauptausschuss der Stadtvertretung einstimmig. Veranstalter ist die Landesregierung. Die Staatskanzlei war es auch, die sich an die Stadt wandte, ob Güstrow die MV-Tage 2016 ausrichten könne. Silvia Rabethge, Projektleiterin des MV-Tages: „Wir machen immer einen Vorschlag. Rechtzeitig, damit sich der nächste Ort auf den MV-Tagen davor vorstellen kann. In diesem Jahr richtet Neustrelitz vom 20. bis 22. Juni die Tage aus.“ Es sei aber kein Wettbewerb, so Rabethge, denn nicht jede Stadt komme von der Größe und dem Platz für solch ein großes Fest in Frage. Güstrow allerdings schon.

So liest sich auch die Begründung, in der herausgestrichen wird, dass sich Güstrow als Kreisstadt und als zentral gelegener Ort bestens für die MV-Tage eignet. Außerdem hat noch nie ein MV-Tag in Güstrow stattgefunden, sieht man vom ersten ab, der nahe der Stadt in Mühlengeez veranstaltet wurde. Als Termin wird der 17. bis 19. Juni 2016 angestrebt. Eventuell werden die Tage mit dem Stadtfest verbunden. Bürgermeister Arne Schuldt argumentiert weiter mit der überregionalen Bedeutung der Tage und dem Medieninteresse. Güstrow sieht in den MV-Tagen auch eine Möglichkeit, mit seinen Erlebnisbereichen an das gescheiterte Bewerbungskonzept für die Landesgartenschau anzuknüpfen. Denkbar sei, den Wassergedanken aufzugreifen, der für das ganze Land steht und auch exemplarisch für Güstrow ist, so Schuldt.

Die Zustimmung der Hauptausschussmitglieder war einhellig. Sebastian Berg (CDU) freut sich über die gute Gelegenheit, dass „das Land in sein Herz kommt“. Sascha Zimmermann (FDP) betont, dass das eine gute Möglichkeit ist, sich als Stadt landesweit zu präsentieren. Burkhard Bauer (Die Linke) erwartet viele Synergieeffekte, z.B. für Hotels und Gaststätten. Und er meint: „Wenn wir schon keine Landesgartenschau bekommen, dann wenigstens die MV-Tage.“ Auch Lothar Fila (Freie Wähler) sieht die Chance, an das Gartenschaukonzept anzuknüpfen. Für Hartmut Reimann (SPD) sind die Kosten ein Grund: „Ein solch gutes Angebot mit dem bisschen Geld zu bekommen, können wir nicht auslassen.“ Denn in der Tat: Finanziell fährt die Stadt mit 15 000 Euro kostengünstig, zumal sich zur Hälfte der Tourismusverein beteiligen will.

Jetzt müssen nur noch der Ministerpräsident und der Chef der Staatskanzlei das Güstrower Ja absegnen. Silvia Rabethge sieht darin aber kein Problem. „Wir freuen uns über das Güstrower Votum“, sagte sie gestern unserer Zeitung.


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