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Rebus-Fahrplanwechsel : Mutter beklagt überfüllte Busse

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schulbusverkehr mit Startschwierigkeiten in der Laager Region / Beschwerde über ausgedünnte Buslinie Güstrow-Sternberg

von
erstellt am 02.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Mit Unverständnis und Protest reagieren Bürger auf den Fahrplanwechsel bei der Regionalbus Rostock GmbH (Rebus) in der vergangenen Woche. Klagen kommen u.a. aus Richtung Sternberg. Der Weg zum Arzt nach Güstrow sei nun beschwerlicher, Wartezeiten zu lang. Ärger verursachte auch der Start des Schulbusverkehrs. Von überfüllten Bussen berichtet eine Mutter aus Liessow.

„Wie die Ölsardinen stehen die Kinder im Bus. Selbst noch auf der Treppe“, berichtet Dana Krügel, die ihre Tochter, die nun die 5. Klasse im Recknitz-Campus Laage besucht, morgens in Liessow zum Bus gebracht hatte. „Ein Bus reicht nicht aus“, sagt die Mutter. Am ersten Schultag hätten in Laage für die Heimfahrt noch sieben Kinder draußen gestanden, weil der Bus voll war. „Sie wurden reingeschoben“, berichtet die Mutter. Von einem sicheren Schulbusverkehr könne unter diesen Umständen keine Rede sein. Dabei, so Dana Krügel, sei das Problem nicht neu. Schon im vergangenen Jahr sei über die Notwendigkeit eines zweiten Schulbusses diskutiert worden.

„Aktuell stehen für den betreffenden Streckenabschnitt um 12.30 Uhr, 13.45 Uhr und 15.30 Uhr Busse für die Rückfahrt der Schüler bereit“, antwortet Rebus-Geschäftsführerin Simone Stephan auf SVZ-Nachfrage. Derzeit würden die Schüler hauptsächlich den Bus um 13.45 Uhr nutzen. Nach Rücksprache mit der Schule würden ab kommenden Montag (8. September) Änderungen in der Stundenplanung greifen, informiert Stephan. Somit sollte sich die Situation entspannen, weil sich die Schülerströme dann anders verteilen würden. Stephan verspricht, das Problem im Blick zu behalten: „Gerade zum Schulbeginn ergibt sich in Einzelfällen Korrekturbedarf, da sind wir über Hinweise immer dankbar.“


Nachfrage gering – Abfahrt gestrichen


„Die Volksseele kocht“, sagt Stefanie von Laer aus Tieplitz. Die Linie zwischen Güstrow und Sternberg sei so ausgedünnt, dass Menschen, die zum Facharzt nach Güstrow fahren, einen ganzen Tag einplanen müssten. „Ich selbst bin mobil, aber viele ältere Menschen sind es nicht“, betont Stefanie von Laer. Auch ein Taxi könnten sich diese Menschen nicht leisten. Betroffen seien die Dörfer zwischen den beiden Städten. „Man kann doch nicht ganze Orte abschneiden“, protestiert die Tieplitzerin. Aus ihrer Sicht müsste mindestens um die Mittagszeit ein Bus zurückfahren.

„Mit dem Fahrplanwechsel werden auf der Linie 270 von Güstrow nach Sternberg noch zwei Fahrten angeboten, 8.05 Uhr und 14.10 Uhr ab Güstrow. Die Abfahrt um 12.15 Uhr mussten wir leider wegen einer viel zu geringen Nachfrage und oftmals ganz ausbleibenden Fahrgästen einstellen“, erklärt Stephan dazu. Als kommunales Unternehmen sei man angehalten, Mittel und Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen. Die Rebus-Geschäftsführerin verweist auf die Abfahrt um 14.10 Uhr in Güstrow.



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