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Leichtathletik : „Muss erst wieder geradeaus laufen lernen“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Interview mit Langstreckler Tom Gröschel zu Saisonzielen / Enttäuscht mit Abschneiden bei DM über 10000 m

von
erstellt am 08.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Mit den Deutschen Meisterschaften über 10    000 Meter ist Langstreckenläufer Tom Gröschel (23) in die Leichtathletik-Saison eingestiegen. Auf der Bahn vergangenen Sonnabend in Ohrdruf langte es mit einer Zeit von 30:44,92 min zu Platz 18 für den offiziellen Rostocker vom Triathlonclub Fiko, der seinen Lebensmittelpunkt aber weiterhin in Badendiek hat. Mit dem früheren Aktiven des LAC Mühl Rosin sprach Eckhard Rosentreter über die persönliche Situation und Pläne.

Seit langer Zeit wieder ein bedeutender Wettkampf mit Tom Gröschel in der Startliste. Wie muss man Platz und Zeit werten?

Gröschel: Das war schlecht. Mein Trainer hat das mit mir auch noch gar nicht ausgewertet, hat mir erst mal ein paar Tage trainingsfrei gegeben.

Ein hartes Urteil, nach so langer Zeit mit Verletzungsproblemen! Seit dem EM-Finale der U23 im Juli 2013 haben wir Sie nicht mehr auf der Bahn gesehen…

Nach dem Trainingslager in Flaggstaff (USA, Mitte März bis Mitte April/Red.) dachte ich, ich wäre weiter. Die Trainingszeiten waren auch nicht so schlecht und ich hoffte insgeheim, unter 30 Minuten zu bleiben. Von persönlicher Bestzeit (29:34,39 min/Red.) will ich noch gar nicht reden. Aber nach 4400 Metern war die Luft raus, bin ich aus der Spitzengruppe rausgefallen und mental gebrochen. Am Ende war ich nur noch froh, dass ich überhaupt nach zwei Jahren wieder auf der Bahn laufen konnte und nicht aufgegeben habe.

Wie geht es jetzt sportlich weiter?

Jetzt geht es erst mal darum, dass ich mich wieder auf die Bahn fixiere und dabei alle Knochen heil bleiben. Dann möchte ich die Norm für die DM in Nürnberg (25./26. Juli/Red.) über 5000 Meter knacken. Die Stimmung dort möchte ich gerne noch mitnehmen. Das wäre dann auch mein erster Start bei den Männern auf dieser Distanz. Aber dazu muss ich erst mal wieder lernen, mit Spikes geradeaus zu laufen.

Und beruflich, wie weit ist die Ausbildung an der Güstrower Fachhochschule zum Polizeimeister fortgeschritten?

Das dritte Jahr ist fast geschafft. Nach der Saison, im September, geht die Ausbildung weiter, im November stehen Prüfungen an, danach Praktika. Im Januar 2016 ist dann die Abschlussprüfung.

2016 sind auch Olympische Spiele – sind die drin?

Olympia 2016 spielte in meiner Planung von vornherein keine Rolle. Deswegen setze auch auch nicht – wie die Olympiakader – die Ausbildung aus, sondern strebe den zügigen Abschluss an. Nach der Ernennung zum Polizeimeister ist dann Abstellung zur Bereitschaftspolizei geplant. Dort habe ich sicherlich auch eine noch verbesserte Trainingssituation.

 

 

 

 

 

 

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