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Ferien im Stadtmuseum : Museum bei Nacht erkundet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zahlreiche Gäste kamen zur Führung in der Dunkelheit ins Stadtmuseum – heute Abend gibt es eine letzte Runde.

Nachts mit der Taschenlampe im Stadtmuseum. Zur letzten Führung dieses Angebotes zur Ferienzeit laden Iris Brüdgam und Kerstin Reincke heute Abend ins Museum ein. „Die bisherigen Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Wir konnten dazu knapp 60 Besucher begrüßen“, zieht Iris Brüdgam ein erstes Resümee. Neben den Taschenlampen hatten die jungen Museumsbesucher oft Eltern, Großeltern oder Freunde mitgebracht. Und auch für die „Großen“ gab es in der einen Stunde währenden Führung viel zu entdecken.

Aus Truhen und Schränken zauberte Iris Brüdgam Gegenstände hervor, die Generationen vor uns im Alltag genutzt hatten und die nun zu den Schätzen des Museums gehören. So machte eine Bettpfanne, mit der in kalten Winternächten das herzogliche Lager vorgeheizt wurde, die Runde, dazu Bügeleisen, Stiefelknecht und – für die Kinder besonders interessant – Spielzeug. Iris Brüdgam erzählte die schaurige Geschichte von Sühnesteinen, die im Mittelalter überführte Täter vor den Häusern ihrer Opfer aufstellen mussten. Im Obergeschoss durfte die spannende Episode vom Güstrower Prinzenraub von 1637 nicht fehlen. Und auch nicht der Brauch, der Nachbildung von Herzog Ulrich den Kopf zu streicheln und sich dabei etwas zu wünschen. Viele Kinder folgten der Aufforderung von Brüdgam, aber was sie sich wünschten, musste geheim bleiben. „Wer seinen Wunsch verrät, dem geht er nicht in Erfüllung“, hatte die Kunsthistorikerin vorher gewarnt.

Die originellen Führungen mit der Taschenlampe sind Bestandteil des museumspädagogischen Konzeptes. Übers Jahr offen ist das Haus für Projektarbeit und spezielle Thementage. Konkret treiben die beiden Mitarbeiterinnen die Arbeit am Programm des Museumstages am 22. Mai voran, der auch für Kinder und Jugendliche Angebote bereithalten wird. Und von da dauert es ja nicht mehr lange und die Sommerferien beginnen. In den sechs Ferienwochen ist das Stadtmuseum wieder mit interessanten Themen im Kinder-Kunst-Kompass vertreten.



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