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Internationaler Museumstag : Munteres Zeichnen im Museum

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vielen Angeboten und wenigen wetterfesten Besuchern

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Der Internationale Museumstag war Birgit Taetow gestern Anlass, wieder einmal ins Stadtmuseums zu gehen. „Als Güstrower geht man sonst ja eher vorbei“, sagt sie. Gestern aber hatten die Museen der Stadt sich etwas Besonderes einfallen lassen, um Besucher anzulocken. Es galt nicht nur zu schauen und zu staunen und bei Führungen Näheres zu erfahren, Besucher durften sich auch selbst versuchen.

Birgit Taetow schaute mit Tochter Desiree zunächst das Puppenspiel „Rumelstilzchen“ an. Danach saß Desiree den Porträtzeichner Modell und bastelte sich unter Anleitung von Michael Krämer eine Kette mit einem Anhänger aus Speckstein. „Nur schade, dass so wenig Leute hier sind. Das Wetter …“, bedauerte Birgit Taetow. Für die Porträtzeichner reichte kaum der Platz in der oberen Etage. Dörte Weber saß mit Tochter Minna auf dem Boden und zeichnete. Tochter Helene saß derweil Modell. „Der Künstler Henning Spitzer hat bei uns im Teterower Gymnasium einen Kursus gegeben. Das hat mich neugierig auf den heutigen Tag gemacht“, erklärt die Kunstlehrerin aus Güstrow ihr Interesse. Außerdem sei es eine gute Gelegenheit, die Kinder – auch Sohn Heinrich war dabei – an das Zeichner heranzuführen.


Ausstellungs-Erfahrung im Schloss


Henning Spitzer freute sich, dass so viele Teilnehmer seiner Kurse von Güstrow bis Rostock gekommen waren. „Öffentlich zu zeichnen ist spannend. Es muss schnell gehen und ein bisschen Aufregung ist immer dabei“, erklärt er und geht von Staffelei zu Staffelei und gibt Hinweise.

Derweil geht eine kleine Gruppe mit Regina Erbentraut durch die Ausstellung „Hierzulande. Malerei aus dem Norden der DDR“. Die Schlossleiterin hat sich für ihre Führung etwas ausgedacht. Die Teilnehmer ziehen einen Gegenstand aus einem abgedeckten Korb, beschreiben, was sie fühlen, und machen sich anschließend auf den Weg durch die Ausstellung, um das zum Gegenstand passende Bild zu finden. Cornelia Dettmann wurde schnell fündig. Sie hatte aus dem Korb eine Ohrmarke gegriffen. Die passte zum Bild von Edith Dettmann „Kuh vor Stall“. „Welch ein Zufall“, schmunzelte die Güstrowerin. Längst schon habe sie sich die Ausstellung ansehen wollen. Mit Führung sei das umso interessanter, betont Cornelia Dettmann. Das Schloss hatte auch Familienführungen angeboten.

Im Ausstellungsforum der Ernst-Barlach-Stiftung am Heidberg wurde mit einer Kuratorenführung die Ausstellung „Ernst Barlach. Druckgraphik – Lithographien und Holzschnitte“ beendet. Während der Museumstages im Stadtmuseum mit einem Auftritt des Güstrower Volkchores endete, setzte das Frühlingskonzert der Kreismusikschule in der Gertrudenkapelle den letzten Schlusspunkt.

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