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SVZ-Vereinsserie : Multitalent und guter Partner

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zweimal in der Woche trainieren die Mitglieder vom Boxerklub „Warnowblick“ mit ihren Hunden in Groß Schwiesow.

Den Sonntag beginnen die Mitglieder des Boxerklubs „Warnowblick“ in Groß Schwiesow mit einem gemütlichen Frühstück im Vereinshaus. Bei Kaffee und frischen Brötchen stimmen sie sich auf die anstehende Übungsstunde ein. Einige Mitglieder, die aus Grimmen, Rostock oder Bad Doberan kommen, haben da schon einen weiten Anfahrtsweg hinter sich.

„Im Norden sind die Vereine, die sich mit der Ausbildung von Boxern befassen, dünn gesät. In der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier Boxerklubs, die dem Hauptverband in München angeschlossen sind“, erzählt Thomas Dietrich, Vereinsvorsitzender und Ausbildungswart in Personalunion. Er schätzt den Boxer als familienfreundlichen Gebrauchshund, der sich vom Spielen mit Kindern bis zum Bewachen von Haus und Hof als Alleskönner und verlässlicher Partner bewährt.


Drei Züchter von Boxern im Verein


Weites Reisen sind die Hundefreunde gewohnt. Zu Ausstellungen oder für die Zucht nehmen sie schon mal Hunderte von Kilometern in Kauf. „Wenn man den Weltsieger als Vater haben möchte, müsste man zurzeit in die Ukraine reisen, schöne Hunde kommen aus Italien, temperamentvolle aus Spanien“, weiß Dietrich. Im Verein gibt es drei Züchter von Boxern, aber keiner betreibt die Zucht kommerziell. Eine von ihnen ist Tanja Huntenburg-Böhm. Die junge Frau hatte 2003 ihre erste Begegnung mit einem Boxerrüden. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sie sich. Es dauerte aber einige Jahre, ehe sie den ersten Hund erwarb und weitere, bevor sie den Weg nach Groß Schwiesow in den Boxerklub fand. „Mein Mann und ich, wir hatten damals Ahnung von nix und unsere Boxerprinzessin Dolce ihren eigenen Kopf“, blickt sie zurück. Seit 2012 züchtet Huntenburg-Böhm und ließ sich als Fan von „Herr der Ringe“ den Zwingernamen „von Morias Tor“ schützen. „Durch Morias Tor, dem Eingang zum Zwergenreich, sollen unsere Welpen gehen“, beschreibt sie ihre Vision. Inzwischen hat Dolce von Preußens Eden schon einige Welpen zur Welt gebracht. Eine davon, Anouk, eine jetzt vierjährige Hündin aus dem ersten Wurf, gehört Anika Dietrich. Die 19-Jährige erlernt den Beruf einer Tierarzthelferin und ist das Nesthäkchen im Verein. Zum Gebrauchshundesport ist sie durch ihren Vater gekommen.

„Uns fehlt der Nachwuchs. Die jungen Leute verfolgen heute eher andere Interessen“, sagt er. Als Ausbildungswart ist er für das Training auf dem hinter dem Vereinshaus liegenden Übungsplatz zuständig. „Unser Training beinhaltet drei Sparten. Das sind die Elemente der Unterordnung, die Ausbildung des Hundes für den Schutzdienst und die Fährtenarbeit“, zählt der 54-Jährige auf. Wichtig ist ihm der Hinweis, dass der Verein offen steht für andere Rassen. „Jeder, der ein Problem mit seinem Hund hat oder einen Rat braucht, kann gern zu den Trainingszeiten – sie sind jeweils mittwochs ab 17 Uhr und sonntags ab 10 Uhr –vorbei kommen“, versichert er.

Das Vereinsleben beschränkt sich nicht auf das sonntägliche Frühstückstreffen. Gemeinsame Fahrten zu Ausstellungen, Grillabende oder Spaziergänge mit den Hunden gehören dazu. Seinen größten Erfolg feierte der Klub 2014, als er die Ausrichtung der europaweiten deutschen Jahressieger-Ausstellung organisierte. „Damals kam die Hautevolee an Züchtern und Zuchtrichtern nach Güstrow ins Jahnstadion. Wir haben im Nachhinein viel Lob und Anerkennung für die perfekte Ausrichtung dieses Treffens bekommen“, sagt der Vereinschef stolz. Im nächsten Jahr will der Boxerklub „Warnowblick“ wieder zu einer großen Zuchtausstellung einzuladen. 

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