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Güstrower Anzeiger

24. Oktober 2017 | 00:47 Uhr

Laage : Mordsgaudi im Albertinum

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Förderverein Albertinum lädt zu seiner ersten Großveranstaltung ein – Ziel ist der Erhalt von Laages einzigem Veranstaltungsgebäude.

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 06:30 Uhr

Ein Stückchen Bayern war Sonnabendabend in Laage zu erleben, denn die Mitglieder des Fördervereins Albertinum hatten zum ersten gemeinsamen Oktoberfest geladen. Mit vielen Litern Bier, Brezeln, und Brathähnchen holten die Veranstalter die Wiesn nach Norddeutschland. Doch bei allem Spaß verfolgt der Ende 2014 gegründete Förderverein ein wichtiges Anliegen mit seinen Veranstaltungen.

„Leider nagt der Zahn der Zeit an dem Gebäude. Ohne erhaltende Maßnahmen würde das Albertinum in den kommenden Jahren stark leiden“, erklärt der Vereinsvorsitzende Enrico Hinnah. Mit den Veranstaltungen wollen die Vereinsmitglieder nun Geld in die klammen Kassen spülen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. „Das Gebäude ist aus dem Jahr 1982 und dementsprechend kann immer mal etwas sein – ein undichtes Dach beispielsweise. Wir wollen einfach auf alles vorbereitet sein, weil das Albertinum als Veranstaltungsort für Laage wichtig ist“, benennt Thilo Warda den Hauptgrund für die Neugründung des Fördervereins. Bereits im Jahr 1993 habe sich ein erster Förderverein gründet, dessen Aktivitäten inzwischen eingeschlafen sind, und der nun durch die sieben Vorstandsmitglieder und ihren Medienbeauftragten wiederbelebt wurde.

Das Oktoberfest am vergangenen Wochenende ist nun der Auftakt einer Reihe von Festen, die der Verein organisieren will. „Wir sind alle auch Mitglieder im Carnevalsclub Lawena (CCL). Vor zwei Jahren hatten wir das Oktoberfest zu unserem Karnevalsmotto gemacht und das kam so gut an, dass wir das nun einfach mal richtig zünftig feiern wollten“, erklärt Thilo Warda. Die Idee kam an. Rund 450 Gäste folgten der Einladung ins Albertinum und feierten bis in den frühen Sonntagmorgen hinein. „Es war eine wunderschöne Veranstaltung – von alt bis jung waren alle dabei und die Stimmung war super“, resümiert Vereinschef Enrico Hinnah nach der Feier. Einer weiteren Auflage des Laager Oktoberfestes stehe damit nun nichts im Weg.

„Die Einnahmen des Abends fließen ausschließlich in den Erhalt des Albertinums – das haben wir in unserer Satzung so festgelegt“, verspricht Vereinsmitglied Birgit Lendner. In diesem Zusammenhang sei es den Vereinsmitglieder auch wichtig zu klären, dass der Förderverein losgelöst vom CCL agiert. „Der Vorstand des Carnevalsclub ist gleichzeitig auch der Vorstand des Fördervereins – das erschien uns praktisch, weil wir uns jahrelang kennen und gut zusammenarbeiten, aber es sind dennoch zwei unterschiedliche Vereine mit unterschiedlichen Ausrichtungen“, klärt Vereinsmitglied Holger Gysau auf, der auf viele Veranstaltungen und mögliche Sponsoren für den Erhalt des Albertinums hofft.

Auch Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst weiß um den Zustand des Gebäudes: „Das Albertinum ist zu einem Teil ganzjährig an die Stadtwerke Laage vermietet. Darüber hinaus wird der Saal durch den CCL für Großveranstaltungen genutzt. Es ist politischer Wille in Laage das Gebäude in einem nutzbaren Zustand für genau diese Zwecke zu halten.“ Eine Sanierung des Gebäudes hätte Nutzungseinschränkungen zur Folge, die weder im Interesse der Stadt noch des Vereins seien, so die Bürgermeisterin weiter. „Wir haben das gemeinsame Ziel, das Gebäude zu erhalten und werden nunmehr durch die Wiederbelebung des Fördervereins tatkräftig unterstützt“, so Ilka Lochner-Borst.

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