Verwaltungsfachhochschule : Moderne Raumschießanlage vor Fertigstellung

Christian Hoffmann von der BBL-Zentrale Rostock, Objektmanagerin Ute Röglin und Winfried Tasler, Leiter des BBL-Geschäftsbereiches Neubrandenburg, bei einer Ortsbegehung in der Raumschießanlage Güstrow.
Christian Hoffmann von der BBL-Zentrale Rostock, Objektmanagerin Ute Röglin und Winfried Tasler, Leiter des BBL-Geschäftsbereiches Neubrandenburg, bei einer Ortsbegehung in der Raumschießanlage Güstrow.

Vierteljährlicher Probebetrieb ab April geplant / 5,5 Millionen Euro Gesamtkosten

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14. Januar 2016, 05:24 Uhr

Auf dem Gelände der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege nimmt die Raumschießanlage (RSA) allmählich Gestalt an. Mit einem Investitionsaufwand von zirka 5,5 Millionen Euro entsteht hier Norddeutschlands modernste RSA. Damit werden sich die Trainings- und Ausbildungsbedingungen für die Einsatzkräfte der Polizei wesentlich verbessern.

„Laut Planung rechnen wir damit, dass die Arbeiten an der Anlage im Wesentlichen Ende April abgeschlossen sind. Daran wird sich ein Probebetrieb von zirka einem Vierteljahr anschließen, bei dem wir die Anlage auf Herz und Nieren prüfen und Kinderkrankheiten beseitigen. Das Objekt wird dann im neuen Ausbildungsjahr voll zur Verfügung steht“, erläutert Abteilungsleiter Winfried Tasler vom Geschäftsbereich Neubrandenburg des landeseigenen Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL). Tasler verheimlicht nicht, dass diese Aufgabe eine erhebliche Herausforderung bedeutet.

Neben einer 25-Meter-Bahn für klassische Schießübungen bildet der 20-mal 20 Meter große Simulationsraum, in dem 180-Grad-Schießübungen möglich sind, das Höhepunkt der Anlage. Mittels einer an der Decke installierten Beameranlage können Echtzeit-Szenarien an die umliegenden Wände projiziert und so realistische Situationen für die angehenden Polizisten und die Einsatzkräfte inszeniert werden.

Strenge Sicherheitsanforderungen gilt es einzuhalten. So sind Wände und Decke dick gepolstert, um mögliche Querschläger abzufangen. Ein wichtiger Part kommt der Belüftungsanlage zu, um den Raum schnell von schädlichen Gasen, die beim Schießen in geschlossenen Räumen entstehen, zu befreien. „Wenn man bedenkt, dass sich die Kosten für den Bau und für die dazugehörige Technik etwa die Waage halten, kann man ermessen, dass der Bau einer solchen Anlage eben nicht zu den Routinearbeiten gehört“, sagt Tasler.

Wenn die Bauleute ihre Aufgaben erledigt haben, beginnt die Arbeit des Objektmanagements, das ebenfalls vom Neubrandenburger BBL-Geschäftsbereich geleistet wird. „Wir schreiben Energie-, Reinigungs- und Bewachungsanlagen aus und übernehmen die vollständige Bewirtschaftung des Objektes“, erläutert Managerin Ute Röglin. Sie rechnet mit etwa 200 000 bis 300 000 Euro für diese Leistungen. Für die gesamte Liegenschaft der Fachhochschule fallen Bewirtschaftungskosten von etwa 2,3 Millionen Euro an. „Wir stellen sicher, dass sich die Fachhochschule voll und ganz auf ihre Aufgaben der Aus- und Weiterbildung konzentrieren kann“, bestätigt die Objektmanagerin.

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