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Schloss Güstrow : Mittelalterbestand katalogisiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Staatliches Museum stellt Neuerscheinung auf Schloss Güstrow vor

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 14:31 Uhr

Das Staatliche Museum Schwerin präsentiert am Sonnabend, dem 21. Februar, auf Schoss Güstrow seinen soeben erschienenen Bestandskatalog „Aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin“ von Kristina Hegner.

Das Staatliche Museum Schwerin/Ludwiglust/Güstrow zeigt seit 1998 auf Schloss Güstrow einen großen Teil seiner Mittelaltersammlung. Wegen ihres Umfangs und ihrer kunst- und liturgiegeschichtlichen Relevanz zählt sie zu den herausragenden in Norddeutschland. Ihre Bedeutung beruht einerseits auf der regionalen Geschlossenheit und Vielfalt, andererseits auf besonderen Einzelstücken, die immer wieder von nationalen wie internationalen Museen als Leihgaben für Sonderausstellungen angefragt werden.


Sammlung seit 1830 zusammengetragen


Die Mittelaltersammlung wurde seit den 1830er-Jahren innerhalb eines halben Jahrhunderts zusammengetragen und vereint Altäre, Gestühle, Sakramentshäuser, liturgisches Gerät und Bildwerke, die in den evangelischen Kirchen des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin nicht mehr benötigt wurden. Damit gibt sie einen Einblick in den Umfang vorreformatorischer Kirchenausstattung. In prominenter Weise abgerundet wurde der Bestand nach der im Jahr 1920 erfolgten endgültigen Aufhebung der aus den einstigen Frauenklöstern hervorgegangenen evangelischen Damenstifte. Aus dem Zisterzienserinnenkloster zum Heiligen Kreuz in Rostock kamen über Jahrhunderte hinweg gehütete Statuetten, Altärchen und Reliquienbehältnisse, aus dem Klarissenkloster Ribnitz vor allem wertvolle Stickereien und Seidenstoffe, Altarbekleidungen und Gewänder. Die langjährige Kuratorin der Sammlung, Dr. Kristina Hegner, hat nun einen umfassenden Bestandskatalog über die Sammlung vorgelegt.

Auch wenn der Katalog den Kunstwerken aus Mecklenburgs Kirchen und Klöstern gewidmet ist, sollen doch die über den Kunsthandel erworbenen Altartafeln nicht unerwähnt bleiben. Ihr Verzeichnis, versehen mit Abbildungen, findet daher gleichfalls Aufnahme in den Anhang und lädt zur weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung ein. Richten sich die zuletzt genannten Teile des Katalogs vor allem an den Fachwissenschaftler, so soll der gut bebilderte Hauptbestand auch all jene ansprechen, die sich allgemein für die Kunst des Mittelalters interessieren, sie informieren und zu einem Besuch der Schausammlung einladen.

Zur öffentlichen Übergabe des Katalogs am 21. Februar werden Stephan Bordihn, Countertenor, und Renate Zimmermann, Klavier, Arien aus dem Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi zu Gehör bringen. Anschließend führt die Autorin durch die Mittelaltersammlung.

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