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Schloss Güstrow : Mitmachangebote ziehen ins Café

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Museumspädagogig im Güstrower Schloss erhält würdige Räume / Kunstwerk als zentrales Element

von
erstellt am 20.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Lange Zeit fristete die Museumspädagogik im Güstrower Schloss ein Dasein in Provisorien, zukünftig kann Museumspädagogin Monika Lehmann ihre Angebote an prominenter Stelle präsentieren. Im ehemaligen Schlosscafé im Innenhof des Schlosses entsteht zurzeit an zentraler Stelle und für jeden Besucher gut einsehbar der neue museumspädagogische Raum, der am 11. Juli um 11 Uhr offiziell eingeweiht werden soll.

Gerade sind die Handwerker noch mit der Innenausstattung beschäftigt. Es wird eine komplette Werkstatt mit Arbeitsbereich und 30 Plätzen geben, freut sich Monika Lehmann, die seit August 2006 die Museumspädagogik in dem Güstrower Renaissancebau leitet. „Auch eine Druckerpresse werden wir haben“, sagt sie. Wechselnde Workshops wird es demnächst im ehemaligen Schlosscafé geben. „Korbflechten, Porzellan, Ton, Schmuck …“, zählt sie auf. Und ebenfalls neu: „Hier können jetzt auch Kindergeburtstage gefeiert werden.“

Auch dazu wird es mitten in dem großzügigen Raum als zentrales Element ein Kunstwerk des amerikanischen Fluxus-Künstlers Ben Pattersson geben. Diese Installation einer Bar hatte er extra für die jüngst zu Ende gegangene Fluxus-Ausstellung in Schwerin geschaffen. „Dieses Kunstwerk ist begehbar und man darf es anfassen“, unterstreicht Monika Lehmann. Es würde sich perfekt für Kindergeburtstage eignen. So hofft die Museumspädagogin einen Ort zu schaffen, in dem es ohne Berührungsängste einen Austausch über und eine Begegnung mit Kunst geben kann.

Unterdessen ist im Treppenhaus an der Nordseite des Schlosses, am Ende der großen Ausstellung, eine neue Mitmachausstellung entstanden. Hier werkelt zurzeit die Diplomdesignerin Rica Bünning aus Güstrow und entwickelt optische Spielzeuge für museumspädagogische Zwecke. „Diese optischen Spielzeuge hat es bereits während der Renaissance, also der Entstehungszeit des Schlosses, gegeben“, erklärt sie. Unter anderem gibt es Kaleidoskope und andere Gerätschaften, die optische Sinnestäuschungen hervorrufen. „Dabei baue ich Kunstwerke aus dem Schloss mit ein“, sagt Rica Bünning. Das Mitmachangebot ist keineswegs nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene gedacht. „Über diese optischen Spielzeuge will ich den Besuchern die Kunstwerke aus dem Schloss näher bringen“, sagt sie. Diese Mitmachangebote sollen künftig alle zwei Monate wechseln.


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