BBM-Einrichtungshäuser : Mitarbeiter spenden für Kollegen

Torsten Kiehn (l.), Leiter des BBM-Einrichtungshauses Mühlengeez, überreichte den Scheck über 6000 Euro an Mitarbeiter Reiner Pusch.
Torsten Kiehn (l.), Leiter des BBM-Einrichtungshauses Mühlengeez, überreichte den Scheck über 6000 Euro an Mitarbeiter Reiner Pusch.

Hilfe für Tornado-Opfer / Angestellte der BBM-Einrichtungshäuser verzichten auf Betriebsfest und stellen Kollegen Geld zur Verfügung

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02. Juni 2015, 06:00 Uhr

Den Abend des 5. Mai wird Reiner Pusch sein ganzes Leben nicht vergessen. Der Tornado fegte mit voller Wucht durch die zweite Wallstraße in Bützow und verwüstete das Haus sowie Anbauten und Bäume auf dem Grundstück der Familie.


Die Arbeit von 30 Jahren vernichtet


„Das Dach wurde komplett abgedeckt und durch die Schalung, in die der Sturm ebenfalls Löcher gerissen hatte, strömte der Regen in das Obergeschoss. Als wir verzweifelt Schüsseln, Eimer und Wannen aufstellten, war es, als würden wir unter einer Dusche arbeiten“, erinnert sich der 58-Jährige und fügt an: „Drei Minuten wütete der Tornado in der Straße und machte die Arbeit von über 30 Jahren zunichte.“

1982 hatte Reiner Pusch das Haus erworben und peu à peu instand gesetzt. Besonders makaber: In der Tornado-Woche sollte der Maler mit der Gestaltung der Fassade den Schlusspunkt unter die Sanierung setzen. Pusch, der im BBM-Einrichtungshaus in Mühlengeez als Einrichtungsberater arbeitet, hatte dafür extra Urlaub genommen. Als seine Kollegen von der Katastrophe erfuhren, berieten sie umgehend, wie man helfen könnte. „Schließlich unterbreitete die Belegschaft den Vorschlag, auf das traditionelle Betriebsfest in diesem Jahr zu verzichten und das eingesparte Geld dem Kollegen zur Verfügung zu stellen“, erzählt Torsten Kiehn, Leiter des BBM-Einrichtungshauses Mühlengeez.


Große Bereitschaft zur Solidarität


Die Idee fand die einhellige Zustimmung aller 120 Kollegen in den Filialen Parchim, Wittstock und Waren/Müritz sowie im Zentrallager Falkenhagen und in der Verwaltung. Es wird 2015 also kein gemeinsames Betriebsfest geben. Stattdessen überreichte Torsten Kiehn einen Scheck über 6000 Euro an Reiner Pusch. „Ich leite die Filiale in Mühlengeez seit 2007, aber eine so große Bereitschaft zur Solidarität habe ich noch nicht erlebt“, bekundete er. Auch Reiner Pusch war die Rührung deutlich anzumerken. „Es ist gut zu wissen, dass man nach solchen Katastrophen nicht allein steht. Ich bedanke mich im Namen meiner Familie ganz herzlich bei den Kollegen des Unternehmens“, sagte er.  


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