Flüchtlingshilfe : Mit Zirkus für Flüchtlinge engagiert

Aktive Flüchtlingshilfe: Kati Pergande vom Mitmachzirkus der Freien Schule Güstrow im Flüchtlingsheim in Lohmen
Aktive Flüchtlingshilfe: Kati Pergande vom Mitmachzirkus der Freien Schule Güstrow im Flüchtlingsheim in Lohmen

Mitmachzirkus der Freien Schule Güstrow trat in neuer Lohmener Flüchtlingsunterkunft auf

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14. November 2015, 06:00 Uhr

Die Freie Schule Güstrow setzt sich aufgrund der aktuellen Lage intensiv mit dem Themen Flucht und Asyl auseinander. Dabei haben die Lehrer und Schüler vor allem die Flüchtlingskinder im Blick. Neben der Behandlung des Themas im Unterricht gibt es einen Nachmittagskursus, der jeden Donnerstag in die Notunterkunft in die Fachhochschule Güstrow geht, um mit den Flüchtlingskindern zu basteln und zu malen oder einfach die Kleiderkammer aufzuräumen. Jetzt war die Freie Schule Güstrow erstmals mit ihrem Mitmachzirkus in der neuen Asylunterkunft in Lohmen.

„Das war wirklich toll. Der Zirkus kam auf beiden Seiten super an“, freut sich Lehrerin Kati Pergande. Zuvor ging es mit Hilfe des DRK-Fahrdienstes nach Lohmen, wo vor kurzem in einem ehemaligen Hotel eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wurde (SVZ berichtete). Acht Schüler von der 7. bis zur 10. Klasse, begleitet von zwei Lehrerinnen, fuhren mit viel Zirkusmaterial nach Lohmen und verbrachten gemeinsam mit den Flüchtlingskindern einen künstlerischen Vormittag mit Diabolo, Rola Bola und Tellerdrehen. Aber auch Akrobatik, Tonne laufen und Balancieren wurden ausprobiert. „Nach anfänglich schüchternen Blicken und Unsicherheit hatten alle viel Freude beim Ausprobieren der verschiedenen Zirkuselemente, so dass der Abschied dann beiden Seiten schwer fiel“, sagt Kati Pergande.

Mit dem Mitmachzirkus „Rondanelli“, den die Güstrower Schule schon seit einiger Zeit für ihre Schüler organisiert, will Kati Pergande gerne auch in weiteren Flüchtlingsheimen auftreten. „Zirkus bedeutet Miteinander und die Flüchtlingskinder brauchen eine sinnvolle Beschäftigung. Wir wollen auf sie zugehen, um Ängste auf beiden Seiten abzubauen“, sagt sie. Es gehe darum, sich kennen zu lernen und voneinander zu lernen. „Wir wollen auch unseren Schülern beibringen, sich vorurteilsfrei eine eigene Meinung zu bilden“, unterstreicht Kati Pergande.  

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