Wildpark Güstrow : Mit Wildtieren auf Tuchfühlung

„Ich heiße Udo“, scheint die kleine Waldohreule zu der vierjährigen Lilli sagen zu wollen.  Fotos: eckhard rosentreter
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„Ich heiße Udo“, scheint die kleine Waldohreule zu der vierjährigen Lilli sagen zu wollen. Fotos: eckhard rosentreter

Gutes Osterwochenendwetter lockte Tausende in den Güstrower Wildpark

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28. März 2016, 21:00 Uhr

Ganz still sitzt sie da, die kleine Waldohreule, die so schon spitzen Ohren auf Habachtstellung, aufmerksam die gelben Augen geweitet und alles beobachtend, was um sie herum geschieht – und doch scheinbar ganz ruhig, angesichts des Trubels um sie herum. Kinder drängen sich um den kleinen Liebling der Wildpark-Besucher und wollen ihn streicheln.

„Ja, ihr dürft“, sagt Tierpfleger Reinhard Jänsch, auf dessen Hand sich der zierliche Vogel, gesichert mit einer kleinen Kette, niedergelassen hat. „Er heißt Udo“, spricht Melanie Koppe den Kindern Mut zu. Seit vielen Jahren unterstützt die gelernte Tierpflegerin, die aber in einem anderen Beruf arbeitet, die Mitarbeiter und Mitglieder des Fördervereins bei Höhepunkten im Güstrower Wildpark. Das tat auch am Osterwochenende wieder Not, als allein am Sonntag mehr als 3000 Besucher in den Wildpark pilgerten. Zum Osterfest verkleidete sich Melanie Koppe passend und „hoppelte“ als Osterhäsin durch den Wald. Wie sie da furchtlos bei der Fütterung der Wildschweine half, Auge in Auge mit den aufgeregten Borstentieren, nötigte Respekt ab.

Die Fütterungsrunde ist regelmäßig eine besondere Attraktion im Wildpark. Besonders interessiert hatte sich da die vierjährige Lilli, die mit Oma und Eltern öfter nach Güstrow in den Wildpark kommt, für Fred und Frode, die Braunbären. Claudia Endler aus Güstrow, häufig mit eigenen und Kindern von Nachbarn im Wildpark, sieht ihren Neffen Kevin Rode am Bach plantschen, scheinbar mitten in der Raubtier-WG sitzend und fast auf Kontakt zu einem Wolf. Isegrimm stört sich nicht dran, verputzt hinter Maschendraht genüsslich sein Futterfleisch.

Wenig später ist Lilli aus Peckatel mit Oma Carmen Nippkow aus Rostock bei Klaus Tuscher am Bastelstand zu finden. Der betreut, gemeinsam mit Prokuristin Marianne Tuscher, persönlich das Basteln von Ostereierkörbchen im Umweltbildungszentrum. „Es macht immer Spaß, mit den Kindern zu arbeiten“, freute sich der Wildparkleiter. Unweit der Kasse mit seinem Stand postiert, registriert er nebenbei das stetig rege Treiben am Eingangsbereich. Klaus Tuscher: „Obwohl Ostern ja frühzeitig ist in diesem Jahr, war der Saisonstart sehr gut. Wir sind zufrieden.“

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