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Güstrower Anzeiger

19. Oktober 2017 | 23:41 Uhr

Hilfstour : Mit vollem Transporter nach Pinsk

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Freundeskreis und DRK starten morgen von Bützow aus zum Hilfstransport nach Pinsk in Weißrussland

Morgen vormittag ist es soweit: Mit einem DRK-Kleintransporter, der bis unters Dach mit Hilfsgütern gefüllt ist, starten Michael Dinnebier, Peter Beutel und Maximilian Müller von Bützow aus nach Pinsk in Weißrussland. Wenn die 1300 Kilometer lange Tour auch anstrengend wird, nehmen die Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Güstrow und des Fördervereins Pinsk die Strapazen doch gerne auf sich, um wieder die zahlreichen Spenden aus der Region zu den Hilfsbedürftigen in Pinsk zu bringen. Durch die Krise in der Region ist die Not dort noch größer geworden. Der DRK-Kreisverband freue sich deshalb sehr über die große Spendenbereitschaft in der Bevölkerung, sagt Karin Rhein, Leiterin der DRK-Rettungswache in Bützow.

„Nach dem Aufruf in der SVZ sind noch ganz viele gekommen, die Kaffee und Schokolade gebracht haben. Wir danken allen herzlich, wir brauchen jetzt keinen teuren Kaffee vor Ort zu kaufen. Mit alldem können wir Hilfsbedürftigen in der Pinsker Gegend eine große Freude machen“, betont sie.


Auch Geschenke für Kinderheime


Erster Anlaufpunkt wird für den Hilfstransport das DRK in Pinsk sein. „Dort geben wir die ersten Hilfsgüter wie Rollstühle, Rolllatoren, Gehhilfen und Windeln für bettlägerige Erwachsene ab“, sagt Peter Beutel. Am zweiten Tag geht es dann zu bettlägerigen alten Leuten, die das DRK Pinsk betreut. Ihnen bringen die Männer aus unserer Region mitgebrachte Präsente und langlebige Lebensmittel wie Nudeln, Öl und Zucker, die sie vor Ort kaufen. An den Tagen darauf bringen die Mitglieder des Freundeskreises Geschenke in zwei Kinderheime.

Eine weitere Adresse wird die Familie mit dem Mädchen sein, das durch eine infizierte Spritze so schwer erkrankte, dass es heute im Rollstuhl sitzen muss. Zwar fand sich für sie kein extra Kinderrollstuhl, doch werde ihr sicher auch ein Erwachsenen-Rollstuhl helfen, meint Michael Dinnebier. Auf die Helfer aus Deutschland wartet auch der querschnittsgelähmte junge Mann, vor dessen Haus die Bützower vor zwei Jahren eine Terrasse bauten. Diesmal wollen sie dort eine Überdachung errichten. Das Material dafür hat Peter Beutel gestern aus dem Baumarkt geholt. Mit leerem Auto, aber einem vollen Herzen werden die Männer in einer Woche wieder nach Hause zurück kehren.

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