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Kreisjagdverband : Mit Rauhaar-Teckel auf die Jagd

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Andrea Lüdemann absolvierte Jagdkursus des Kreisjagdverbandes Güstrow erfolgreich / Neuer Lehrgang beginnt Sonnabend

Seit Ende April ist Andrea Lüdemann aus Lohmen stolze Besitzerin eines Jagdscheins. Vorausgegangen war ein siebenmonatiger Lehrgang im Natur- und Umweltpark Güstrow (Nup). „Jeden Sonnabend hatten wir von 8 bis 14.30 Uhr Unterricht. Gelehrt wurden fünf Fächer: Wildtierkunde, Jagdrecht, Waffenkunde einschließlich Schießtraining, Wildbretthygiene und Landschaftskunde“, erzählt die 50-Jährige, die als Lehrerin für Biologie, Chemie und Wirtschaft an der Beruflichen Schule Güstrow arbeitet. Am Ende standen mündliche und schriftliche Prüfungen. Um aber dahin zu kommen, musste zuvor die Schießprüfung bestanden werden. „Es war ein anspruchsvoller Lehrgang, bei dem sehr viel Wissen vermittelt wurde. Wir waren ein gutes Team von 13 Teilnehmern. Es hat Spaß gemacht“, resümiert Andrea Lüdemann die Ausbildungszeit, in der vor allem vor den Prüfungen intensives Lernen angesagt war.


Freude über Jagdschein


Eigentlich wollte sie den Jagdschein schon früher erwerben. Ihr Vater war Jäger, aber der Beruf und die Aufgaben in der Familie ließen den Wunsch nach einer Jagdausbildung zunächst zurücktreten. Bis vor zweieinhalb Jahren ein Rauhhaar-Teckel in ihr Leben trat. „Das Tier kam aus einer jagdlichen Zucht und der ehemalige Besitzer hat mich ermuntert, es auf seine Eignung für die Jagd zu prüfen“, erinnert sie sich. Dafür aber brauchte sie einen Jagdschein und meldete sich beim Kreisjagdverband für den Kursus im Nup an. Nun, nach überstandenen Prüfungen, ist der Teckel an der Reihe. Mit ihm will Andrea Lüdemann eine Ausbildung beginnen, an dessen Ende eine Brauchbarkeitsprüfung steht. Daran wird sich eventuell eine Zuchtprüfung anschließen. Auf die erste Jagd freut sie sich schon, will aber alles in Ruhe vorbereiten. Einen Begehschein für ein Jagdrevier hat sie schon, nun will sie sich als nächstes eine eigene Waffe zulegen.

Gehörte Andrea Lüdemann zu den älteren Kursteilnehmern, so war Stefan Runne der mit Abstand jüngste. Nach den Prüfungen musste der Schüler am Teterower Gymnasium noch zwei Monate warten, bevor er das 16. Lebensjahr vollendet hatte und den Jagdschein erhielt. Bei Stefan haben Großvater und Vater das Interesse für die Jagd geweckt. „Ich bin oft auf die Pirsch mitgegangen und hatte bald den Wunsch, Jungjäger zu werden“, sagt er. Den Lehrgang schätzt er als buchstäblich „lehrreich“ ein, vor allem sei der Stoff sehr praxisbezogen vermittelt worden. Als nächstes hat der Elftklässler das Abitur und die Fahrerlaubnis im Visier. Nach der Schule möchte er ein Landwirtschaftsstudium aufnehmen. Die Jägerei will auch er sachte angehen lassen.

Am kommenden Sonnabend beginnt im Nup ein weiterer Lehrgang des Kreisjagdverbandes Güstrow. Wie Kreisjägermeister Heinz Stegemann informiert, gibt es dafür noch freie Plätze. Auch ein etwas späteres Einsteigen in den Kursus sei möglich, sagt er.



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