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SVZ-Serie „Ehrensache“ : Mit Pferden Berufung gefunden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Corinna Elies ist ehrenamtlich im Reitverein Güstrow aktiv und investiert viel Zeit in die Nachwuchsarbeit

Fast fünf Tage in der Woche ist sie auf dem Sonnenplatz zu finden – zwischen Pferden und Ponys. Hier fühlt sich Corinna Elies wohl. „Pferde machen mich glücklich und die Arbeit mit den Kindern macht mir Spaß“, sagt die 38-Jährige. Seit vielen Jahren ist sie im Reitverein Güstrow tätig, unter anderem trainiert sie den Nachwuchs – ehrenamtlich.

Ob Dienstag, Mittwoch oder Freitag – Corinna Elies ist in der Woche immer im Stall auf dem Gelände des Reitvereins Güstrow zu finden. Um sie herum finden sich zumeist Mädchen und Jungen, die auf den Geschmack gekommen sind und Pferde mögen. Doch es wird nicht nur geritten. Wer zu Corinna Elies kommt, weiß, dass mehr dazu gehört. „Die Pflege der Pferde vom Stall ausmisten bis zum Striegeln und Bürsten muss von den Kindern mit getan werden“, sagt sie.


Pferde blieben immer in ihrem Herzen


Ihre eigene Liebe zu Pferden hat bereits in Kindertagen begonnen. „Auf der Fahrt zu den Großeltern habe ich in Kuhs auf einer großen Koppel Pferde gesehen und wollte immer reiten“, erzählt Corinna Elies, die in Güstrow geboren wurde. Als sie schließlich zehn oder elf Jahre alt war, ging dieser Traum in Erfüllung und hat sie nicht mehr losgelassen. Auch als die Güstrowerin in Schleswig-Holstein ihr Abitur ablegte und schließlich in Bayern und Rostock studierte, blieben die Pferde in ihrem Herzen. Schließlich kam sie wieder nach Güstrow und entschied sich für Familie.

Dann wurde es ernst. „Lord Lester“ war das erste Pony, das Corinna Elies anschaffte. „Damit hat alles angefangen“, sagt sie heute. 2008 erhielt sie ihre Trainerlizenz und weiterer Nachwuchs stellte sich ein. Heute stehen sechs Ponys im Stall. „Die sind mir zum Teil geschenkt worden, zum Teil sind sie einfach zu mir gekommen, so dass ich nicht anders konnte“, versucht die Pferdeliebhaberin zu erklären. Mehr als 40 Kinder sind die Woche über mit ihr auf dem Reitplatz, am Wochenende geht es in der Saison mit den jungen Reitern zu Wettkämpfen. „Nach der Saison sind wir dann manchmal mit 15 Kindern den ganzen Sonnabend bei den Pferden“, schwärmt die Mutter dreier Kinder.

Immerhin vier Jungs kommen regelmäßig zu Corinna Elies. Für sie lässt sich die Reitlehrerin immer was Besonderes einfallen, um ihnen den Spaß am Reiten zu erhalten. Von allen wird Corinna Elies liebevoll einfach „Coco“ genannt. „Coco, ich bin fertig mit Putzen“, ruft Ben Zimmermann. Der Sechsjährige ist schon einige Jahre dabei und hat kein Problem, wenn die Pferde zuerst von der Koppel geholt werden müssen. Das dauert seine Zeit, bis sie gestriegelt und gesattelt sind, um schließlich reiten zu können.

Wenn Eltern zu ihr kommen, um ihr für ihren guten Einfluss auf die Kinder zu danken, dann geht es Corinna Elies gut. Doch sie meint, dass dies gar nicht ihr Verdienst sei. „Vieles wird durch den Umgang mit den Pferden gelernt. Damit kann ich manches Verhalten gut erklären“, sagt sie.

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