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Güstrower Anzeiger

20. August 2017 | 11:53 Uhr

20 Fragen : Mit Motorrad Amerika erkunden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Torsten Köpnick / Der Güstrower ist Präsident der Güstrower Bikergemeinschaft Grey Bulls

Torsten Köpnick, 1963 in Güstrow geboren, wird von seinen Freunden nur „Silver“ genannt. Seit 35 Jahren ist er begeisterter Motorradfahrer und aktuell Präsident des Grey Bulls, einer Güstrower Bikergemeinschaft, die am 28. Juni im Güstrower Speedwaystadion ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Aufgewachsen auf dem abenteuerlichen Gelände des Stahlhofs erlernte Torsten Köpnick seinen Wunschberuf Nachrichtentechniker und arbeitete zehn Jahre als Sprechstellenbaumonteur beim Post- und Fernmeldeamt Güstrow. Zurzeit leitet er ein Außendienstteam beim Technischen Service der Telekom.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Köpnick: An der Seite meiner Frau und möglichst in der Nähe meiner Tochter und Enkeltochter, aber sehr häufig auch in Gemeinsamkeit mit vielen guten Freunden.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Kluge Sprüche klopfen ist nicht mein Ding, aber die Themen Jugend- und Sozialarbeit sowie Ansiedlung von Industrie würden auch bei mir immer ganz weit oben auf der Agenda stehen. Außerdem möchte ich dem Einzelhandel in der Innenstadt nicht zu nahe treten und würde als bekennender „Frauenversteher“ für ein angemessenes Shoppingcenter in Güstrow plädieren.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im Büro, im Auto auf dem Weg zu Meetings und in der Freizeit häufig im Vereinshaus der Grey Bulls am Güstrower Ulrichplatz.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Insbesondere in meinen letzten Schulferien habe ich mehrere Wochen bei Winkelhausen Flaschen auf das Band gestellt, Kartons gefaltet und im Weinbrandkeller gearbeitet.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für den Eigenanteil meines ersten Motorrades einer MZ TS 150 und die erste große Tour.
Was würden Sie gerne können?
Die englische Sprache beherrschen, so dass einfache Dialoge im Urlaub möglich sind.
Was stört Sie an anderen?
Egoismus bzw. ein Mangel an Bereitschaft, sich für Schwächere zu engagieren, sowie Problemlösungsversuche mit Gewalt und im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über meine fast zweijährige Enkeltochter, als sie auf ihrem Laufrad sitzend versuchte das Motorgeräusch meiner Harley zu imitieren.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Meine Bandscheiben- und Knieprobleme einfach verdrängt und körperlich gearbeitet wie vor 20 bis 30 Jahren. Am nächsten Tag…
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
In meiner Kindheit waren es all jene Häuptlinge, die von Defa-Indianer Gojko Mitic verkörpert wurden. Mit Stolz und Redegewandtheit führten sie ihre Stämme, das hat mich damals beeindruckt. Heute ist für mich jeder ein Held, der sich sozial und unentgeltlich engagiert.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Als Kind war ich eine Leseratte, heute nehme ich mir lediglich die Zeit für das intensive Studium von SVZ und anderen Tages- und Fachzeitschriften. Irgendwann einmal habe ich dafür selbst mit dem Schreiben von Büchern und Gedichten begonnen.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Das Wissensmagazin Galileo sehe ich sehr gerne, wenn es zeitlich passt, da es nicht wie ein Großteil anderer TV- Sendungen zur Verdummung der Menschheit beiträgt.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Beides nicht mein Ding, eher trifft man mich auf dem Motorrad, aber auch beim Joggen und Radfahren in Güstrow.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Von seinem hohen Zigarettenkonsum abgesehen, stelle ich mir einen Kaffeeklatsch mit unserem Altbundeskanzler Helmut Schmidt sehr unterhaltsam vor.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Meine Kochkünste beschränken sich leider auf knackig- goldgelbe und gut gewürzte Bratkartoffeln mit Spiegeleiern. Deshalb lasse ich mich gerne von meiner lieben Frau bekochen oder gehe häufig mit ihr und Freunden deutsch und international essen.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit „Words don’t come easy“. Ich lernte meine Frau vor 30 Jahren in einer Güstrower Diskothek kennen und nach diesem Song von F.R. David haben wir zum ersten Mal getanzt.
An welches Geschenk erinnern Sie sich und von wem haben Sie es bekommen?
In Anlehnung an die Friedensfahrterfolge von Täve Schur schenkte mir mein Vater ein gebrauchtes Rennrad, aber meine sportlichen Erfolge blieben dann leider doch aus.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Die Erkundung von Amerika auf dem Motorrad, gerne gemeinsam mit meinem ebenfalls Motorrad besessenen Schwiegersohn und weiteren guten Freunden.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Sofern gesundheitlich möglich meinem Hobby frönen, mit meiner Frau die Sonne auf unserer Terrasse genießen und dann endlich das eine oder andere begonnene Buch zu Ende schreiben.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Alf Möser aus Lalendorf. Ein Freund, der trotz seiner Querschnittslähmung nach einem Sportunfall aufzeigt, wie wichtig es ist, sich niemals aufzugeben und welche wichtigen gesellschaftlichen Beiträge man trotz Handicaps leisten kann.




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