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Kultur aktuell 2015 : Mit Laternen durchs Museum

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtmuseum lädt in Winterferien Kinder zum abendlichen Streifzug ein / Theaterzettel und Schränke restaurieren

von
erstellt am 15.Jan.2015 | 03:00 Uhr

Zu einem abendlichen Streifzug durch das Stadtmuseum wird in den Winterferien eingeladen. Am 3. und 5. Februar und eine Woche später am 10. und 12. Februar sind Kinder zwischen sechs und zehn Jahren in Begleitung eines Erwachsenen herzlich willkommen.

„Das Museum im Dunkeln war im vergangenen Sommer ein großer Erfolg“, berichtet Museumsmitarbeiterin Iris Brüdgam. Das Interesse sei so groß gewesen, dass man das Projekt in diesem Jahr fortsetzen wolle. Gewählt habe man dafür diesmal die Winterferien. „Da müssen wir nicht so lange warten, bis es dunkel wird, und können kleinere Kinder ansprechen“, erklärt die Kunsthistorikerin. Die Veranstaltungen sollen um 19 Uhr beginnen. Im Schein kleiner Laternen wird das Museum erkundet. Eine Anmeldung, darauf macht Iris Brüdgam aufmerksam, ist notwendig (Telefon 0 38 43/76 91 22).

Unter der Dachzeile der Museumspädagogik fallen auch ständige Angebote für Projekttage, Führungen und Veranstaltungen, mit denen sich das Museum an die Schulen wendet. Iris Brüdgam nennt vier Themenangebote für dieses Jahr: Georg Friedrich Kerstin (1785-1847) – ein berühmter Maler aus Güstrow –, Schiefertafel und Griffel – Schule wie sie früher war –, Güstrower Prinzenraub – die spannende Geschichte eines Bildes – und Riesen, Zwerge und dienstbare Geister – Geschichten aus Güstrow und der Region.

Das Programm für den Museumstag am 17. Mai steht noch nicht bis ins Detail fest. So viel aber kann Iris Brüdgam schon sagen, dass es am Vormittag eine spezielle Veranstaltung für Kinder und am Nachmittag eine für Erwachsene geben soll. „Und der Güstrower Volkschor singt zum Abschluss, sonst wäre es ja kein Museumstag“, formuliert Iris Brüdgam. Selbstverständlich sei auch eine Teilnahme des Stadtmuseums an der Kunstnacht am 2. Oktober vorgesehen.


Sammeln, konservieren und restaurieren


Übers ganze Jahr hat die Kunsthistorikerin die Arbeit mit den Sammlungen des Stadtmuseums im Blick. „Eine gewichtige Aufgabe von Museen ist es Sammlungen für die Nachwelt zu bewahren, das heißt sie zu pflegen, sie zu deponieren, zu konservieren und wenn notwendig zu restaurieren“, erklärt Iris Brüdgam. In diesem Jahr wolle man mit der Restaurierung der Theaterzettelsammlung fortfahren. „Die Sammlung ist sehr gefährdet. Der älteste Theaterzettel ist von 1740“, betont die Museumsmitarbeiterin und freut sich, dass städtisches Geld für die Arbeiten zur Verfügung steht.

Auch zwei wertvolle Möbelstücke bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit. Das Schnitzwerk des Dielenschrankes „Hamburger Schapp“ aus der Zeit um 1700, ist beschädigt und soll in diesem Jahr restauriert werden. An einem Schrank aus Süddeutschland (1. Hälfte 18. Jahrhundert), der ebenfalls auf dem Flur steht, weisen Intarsien Risse auf. Auch hier müsste restauriert werden, betont Iris Brüdgam.

2014 zählte das Stadtmuseum übrigens exakt 4272 Besucher. Sie nutzten die museumspädagogischen Angebote – vor allem Schüler – oder schauten sich einfach die Ausstellung an.

 

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