zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

12. Dezember 2017 | 19:23 Uhr

Konzert : Mit „Keimzeit“ am See träumen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mehr als 500 Besucher kamen zum ersten Konzert der Kultband in die Badeanstalt am Rühner See

„Kling klang, du und ich, die Straßen entlang…“ – und wirklich, so, wie es sich die Kultband „Keimzeit“ vorgenommen und gewünscht hatte, hüpften mehr als 500 begeisterte „Keimzeit“-Fans mit dem Ohrwurm im Kopf die Bützower Straßen entlang nach Hause. Das Lied von Norbert Leisegang, dem Frontmann der Gruppe „Keimzeit“, wurde von den Musikliebhabern am Sonnabendabend in der Rühner Badeanstalt sehnsüchtig erwartet.

Aber damit ließen sich die Sechs auf der Bühne erst einmal Zeit und stellten komplett ihr neues Album „Auf dem Esel ins All“ vor mit Liedern wie „Gebt der Avantgarde das Licht“, „Etwas höher nur der Mond“, „Windstill“, „Comic-Helden“, „Flugzeug ohne Räder“, „Berlin“, „Non Konversation“, „Irrenhaus“, oder „Gott will“. Titel für Titel brachten Norbert Leisegang (Sänger), Hartmut Leisegang (Bassist), Andreas (Spatz) Sperling (Keybord), Lynn Dittmann (Drums), Martin Weigel (Gitarrist) und Sebastian Piskorz (Saxophon, Trompete, Gesang) ihre Gäste mehr in Wallung. Es wurde gehüpft, geschaukelt, geschmust, die Feuerzeugflammen geschwenkt und natürlich mitgesungen – die Fans waren einfach nur gut drauf, vor allem, wenn es sich um altbekannte Lieder handelte.

Viele hatten kaum erwarten können, „Keimzeit“ in Bützow wieder zu erleben. War doch nach 28mal „Keimzeit“ in Bützow plötzlich ein Jahr Pause, weil ein Konzert im Kultort Alte Badeanstalt einfach nicht mehr möglich war. Aber Jörg Quandt, der die Gruppe 1991 zum ersten Mal nach Bützow geholt hatte, blieb dran und fand in der Rühner Badeanstalt dank Pächter Olaf Magunsky einen neuen Auftrittsort.

„Das hat auch was“, meinte Norbert Leisegang vor dem Konzert. „Wir freuen uns, dass unsere lange Geschichte, die uns mit Bützow und Jörg Quandt verbindet, nicht abreißt. Gut, die Alte Badeanstalt war ein zauberhafter Ort, ich weiß nicht, aber er hatte einen speziellen Zauber. Dass es dort nicht mehr weiterging, haben wir traurig zur Kenntnis genommen. Aber wir sind mit Jörg schon so lange befreundet, es war klar, dass er eine Lösung finden würde. Und diese Badeanstalt hat doch auch was Idyllisches.“

Nach zweieinhalb Stunden ohne Pause war ein wunderbares Konzert zu Ende und alle hoffen, während sie beschwingt gen Heimat trällerten, dass dies nun der Anfang für die Ära „Rühner Badeanstalt“ gewesen ist und „Keimzeit“ wieder jedes Jahr zu erleben sind.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen