Die Sammelleidenschaft des Klaus Beutling : Mit "Happy Hippos" fing alles an

Dieser Truck ist nur einer von vielen aus der Sammlung von Klaus Beutling
1 von 6
Dieser Truck ist nur einer von vielen aus der Sammlung von Klaus Beutling

Klaus Beutling liebt Überraschungseier. Aber weniger die Schokolade, sondern den Inhalt. Beides mochten damals, als alles begann, jedoch seine Kinder. Die weckten die Sammelleidenschaft des 55-Jährigen aus Güstrow.

von
04. Februar 2011, 07:38 Uhr

Güstrow | Klaus Beutling liebt Überraschungseier. Aber weniger die Schokolade, sondern den Inhalt. Beides mochten damals, als alles begann, jedoch seine Kinder. Die weckten die Sammelleidenschaft des 55-Jährigen für "Happy Hip pos", die Blumentopfzwerge - die ersten Serien von Klaus Beutling - oder "Peppy Pingos". Doch damals nach 1988 und 1991 als die kleinen "Beutlinge" geboren wurden, ahnte er aber noch nicht, was da am Ende sein würde: Unzählige Hartfiguren, die der große Renner unter den Sammlern sind, sowie gebastelte Häuser, Autos, Schiffe, Fantasiegestalten, Busse und Puzzles. Die kompletten Hartfigur-Serien, aber auch Metallfiguren wie die "Chinesischen Sagen-Figuren" und Ü-Teile aus den so genannten Nebenserien stehen zumeist in Vitrinen an den Wänden im Keller. Aber sie liegen auch verschweißt und zusätzlich noch in Plastikkisten in Schränken. Klaus Beutling: "Damit sie keine Kratzer bekommen." Außerdem werden so Raritäten wie der Schlumpf mit der Blume aus der 1981er-Serie "Erkennst du deinen Schlumpf" aufbewahrt.

Aber nicht nur die Figuren und das Zusammengesteckte sind für Ü-Eier-Sammler wichtig. Klaus Beutling: "Auch die Hütchenklebebilder und die Beipackzettel gehören dazu." Sie finden sich bei dem Güstrower in Ordnern und Folien, ebenfalls fein säuberlich zusammengestellt. Die Kontrolle über seinen Schatz übernehmen die guten alten Kataloge. "Natürlich ist das auch alles per Computer und Internet möglich. Ich bleibe aber bei Papier, Ordnern und Folien", erklärt er.

Sammelleidenschaft begann durch die Kinder

Diese Sammelleidenschaft begann eher zufällig. "Als die Kinder die Figuren nicht mehr wollten, weil sie älter wurden und nicht mehr damit spielten", erinnert sich Klaus Beutling. Wegwerfen wollte er sie aber auch nicht. "Sie sind einfach zu schön, niedlich und allerliebst im Detail. Inzwischen faszinieren sie mich längst. Deshalb behielt ich sie. Die ersten fanden auf einem Bord von einem mal einem Meter Platz", erinnert sich Klaus Beutling, für dessen Hobby auch Ehefrau Sabine Interesse zeigt.

Aber alles hat einmal ein Ende. 2005 war der komplette "Polarexpress" die letzte Anschaffung. Die Ausnahme sind Ü-Eier-Inhalte, die Kinder ihm in Kisten bringen, weil sie wissen, dass "Onkel Klaus" so etwas sammelt. So hat er immer noch einiges, was er zusammenbaut. Aber ansonsten ist Schluss. Gründe? Kein Platz mehr und irgendwie ließ das Interesse doch nach.

Neue Manie: Sammeln von Trucks

Allerdings auch bedingt durch eine neue Manie. Seit 2003 sammelt Klaus Beutling Trucks, die es immer dazu gab, wenn man eine Getränkekiste kaufte. Auch das wurde schnell zur "Sucht". Warum? "Die sahen einfach gut aus und bei so etwas werden doch wieder viele Männer zum Kind", erläutert Klaus Beutling. 1281 Stück hat er gesammelt. Darunter auch wieder wie bei den Ü-Eiern ganz seltene Stücke, z.B. Lastwagen einer Brauerei von 1909 bis 2002 bzw. eine Serie von Feuerwehrfahrzeugen aus dem Erzgebirgischen. Der überwiegende Teil dieser Sammlung sind Trucks. Aber Klaus Beutling hat auch Sportwagen - u.a. einen Lamborghini Murcielago - und Motorräder. Das alles hat er notiert. Der letzte Truck wurde am 20. Januar 2008 gekauft. Seitdem gibt es sie so nicht mehr. "Natürlich kann wie auch bei Ü-Eiern auf Börsen, auf Flohmärkten oder übers Internet getauscht oder gekauft werden. Aber das mache ich nicht, höchstens ausnahmsweise", erklärt Klaus Beutling.

Zu sehen sind die Trucks gegenwärtig nicht. Klaus Beutling hatte sie in seinem Gartenhaus. Das ist jetzt aber umgebaut und die Trucks sind in Kisten verstaut. "Ich überlege, wo ich sie hinstellen kann." In seinem Haus ist auf jeden Fall Platz. Beide Sammlungen haben auch Chancen, irgendwann mal öffentlich gezeigt zu werden. Klaus Beutling: "Wenn ich Rentner bin."


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen