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Tag des offenen Denkmals : Mit Farbe durch die Jahrhunderte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrow bietet am Tag des offenen Denkmals eine breite Palette mit Führungen und Vorträgen an

von
erstellt am 05.Aug.2014 | 23:30 Uhr

„Ein Logenraum in dieser Art dürfte relativ einmalig sein“, sagt Wolfgang Link und so sei er der Bitte der Stadt am Tag des offenen Denkmals am 14. September den Raum für Besucher zu öffnen gern nachgekommen. Die Stadt präsentiert jetzt ein abwechslungsreiches Programm für diesen Sonntag im September, der das Thema „Farbe“ in den Mittelpunkt rückt.

„Wir möchten an diesem Termin einmal präsentieren, was in der Altstadtsanierung in Güstrow erreicht wurde“, erklärt Jane Weber das Engagement der Stadt Jahr für Jahr wieder ein interessantes Programm für diesen Tag auf die Beine zu stellen. „Wir können dabei auf engagierte Mitstreiter bauen. Manchmal genügt schon ein Anruf. Das ist Klasse“, fügt die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes hinzu.

Eröffnet werde wie gewohnt in der Wollhalle mit der Verleihung des Bauherrenpreises. Vergeben wird der Preis für die beste Sanierung, die im Jahr 2013 abgeschlossen wurde. Bis zum 22. August können Bewerbungen durch die Bauherren selbst, aber auch durch Dritte eingereicht werden. Während Regine Schneider (Stadtentwicklungsamt) in ihrem Vortrag darauf eingeht, dass Güstrow sich zur Farbe bekenne, widmet sich Kati Schmidtsdorf am Beispiel des Pferdemarktes 17/18 dem Historismus und der Moderne. „Wir haben hier zeitgemäße Architektur mit Elementen des Klassizismus verbunden“, betont die Güstrower Architektin, die um die divergierenden Meinungen zum Historismus weiß. „Manche Kollegen sehen es als Frevel, aber auch große Baumeister haben das schon gemacht“, entgegnet Kati Schmidtsdorf. Neben einem Vortrag ist auch eine Besichtigung des neuen Gebäudes, in das u.a. die Ostseesparkasse einziehen wird, vorgesehen.


Führungen durch die alte Domschule


Großes Interesse erwartet Jane Weber auch für zwei Führungen durch die alte Domschule. Im neuen Zeichensaal des künftigen Hauses III des Brinckmangymnasiums wird Kunsterzieherin Irene Heinze über Farbtheorien sprechen und das sicher mit praktischen Übungen verbinden, denkt Jane Weber. In der Pfarrkirche referiert Elisabeth Taetow über die Sanierung des Altars. In der Mühlenstraße 17 informiert Restaurator Fred Kluth über die Deckenmalerei. Reinhard Schätz zeigt den Blauen Saal in der Kerstingstraße 2, Detlef Krohn führt durch den Grünen Winkel 1 und Ulrich Bunnemann fasst in der Mühlenstraße 48 „die Geschichte des Hauses in Farbe“.

Mit Farbe kann auch der Logenraum am Markt 24 punkten. Der Logenraum sei einst das Labor des Apothekers Ernst Joerss gewesen. Der Meister der Loge Phöbus Apollo habe sich 1922/23 eine private Loge ausmalen lassen. „Es ist ein ganz individuell gestalteter und genutzter Raum“, betont der heutige Apotheker Wolfgang Link und freut sich auf viele Besucher am Denkmalstag.

Enden wird der Tag um 18 Uhr mit einer musikalischen Vesper in der Katholischen Kirche. Dort werden bereits über den ganzen Tag verteilt Führungen, Musik und Möglichkeiten zum Gespräch angeboten.

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